Feuerwache Heidelberg

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Notruf-Annahmeplätze in der Leitstelle
Schlauchturm von Aussen
Schlauchturm von Innen

Seit 2007 hat die Heidelberger Feuerwehr eine neue Haupt-Feuerwache. Sie ist vor allem Sitz der Einsatzzentrale und der jeweiligen Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr (3 Wachabteilungen). Sie ist auch Dienstleistungs-Zentrum für die Freiwilligen Wehren und die Betriebsfeuerwehren im Stadtgebiet (Ausbildungsabteilung, Technikabteilung mit Schlauchturm und Vorbeugender Brandschutz). Als Überlandhilfe erfolgen von hier im Bedarfsfall Fahrten in den Rhein-Neckar-Kreis und das gesamte Gebiet der Metropolregion. Das neue Gebäude löst die Wache aus den 1950er Jahren am Czernyring ab. Sie ist damit in der Folge die dritte Hauptwache der Feuerwehr.

Das Gebäude ist unter mehreren Aspekten interessant:

  • die schwarze Optik der drei Baukörper läßt nicht sofort auf die Funktion schließen
  • es wirkt von Südwesten als ein markantes Tor zur Stadt
  • es ist als Passivhaus konstruiert
  • für die Fitness der Wehrmänner gibt es eine Sporthalle und einen überdachten Sportplatz

Höchstes Gebäude ist der 34 m hohe Schlauchturm.

Feuerwehrleitstelle[Bearbeiten]

Die Feuerwehrleitstelle (im 3. OG) ist für die Zuteilung von Hilfskräften für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung auf den gesamten 109 km² Stadtgebiet Heidelberg verantwortlich. Sie kooperiert mit Polizei- und Rettungsleitstelle des DRK. Dem entsprechend werden die Einsätze gemäß einer Alarm- und Ausrückordnung durchgeführt. Neben telefonischen Meldungen sind in Heidelberg rund 250 Brandmeldeanlagen in Betrieb, von denen Alarme auflaufen können. Die Zufahrtswege zu den Stadtteilen sind durch die zentrale Lage bis auf den Stadt-/Ortsteil Peterstal innerhalb .... (noch ergänzen)

Bei großen Einsätzen und im Katastrophenfall stehen in der Feuerwache neben den drei regulären Arbeitsplätzen in der Leitstelle weitere drei Notruf-Abfrageplätze zur Verfügung. Es gibt ebenfalls ein Stabszimmer für die örtliche Krisenleitstelle (Oberbürgermeister).


Daten, Bauinformationen[Bearbeiten]

Bauherr und Investor ist die städtische Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg bei der die Stadt Heidelberg als Mieter in Erscheinung tritt.

  • Architekt war Peter Kulka.
  • Kosten: 14 Millionen Euro, bzw. komplett 17,5 Millionen Euro
  • Verbrauchte Bodenfläche (hier aus der Dachfläche übern.): 3.550 m²
  • Umbauter Raum: 43.889 m³
  • Nettogeschossfläche: 8.437 m²
  • Von 5.770 m² Fassadenfläche sind 1.480 m² Fensterflächen

Zur Haustechnik: es handelt sich um einen verschattungsfrei nach Süden ausgerichteten Baukörper

  • mit einer thermisch entkoppelten Tragwerkskonstruktion und einem
  • Wärmeverbundsystem für die Fassade, das Flachdach und
  • dreifach verglaste Fenster
  • die hochreflektierenden Sonnenschutz- und Lichtlenk-Lamellen haben eine Gesamtfläche von 425 m²
  • eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Vorkonditionierung der Zuluft
  • Die Heizenergie und Brauchwassererwärmung kommt über die regionale Fernwärmeversorgung.
  • am Gebäude und an der Schlauchturmfassade produziert eine Photovoltaikanlagen ca. 49.000 kWh/a

Die Regen-Niederschlagsversickerung erfolgt auf dem Grundstück über eine Rigole.

Einsatzleitstelle und Feuerwachen-Anschrift[Bearbeiten]

Zum Löschzug aufgereiht
Baumschulenweg 4
Zufahrt über die stadtauswärts führende Speyerer Straße
69124 Heidelberg
Telefon: (0 62 21) 58-21000

Fuhrpark[Bearbeiten]

Der hier untergebrachte Fuhrpark der Berufsfeuerwehr besteht u. a. aus einem Einsatzleitwagen, zwei Löschgruppen-, zwei Tanklösch-, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und zwei Drehleitern mit Korb (23/12), diversen Gerätewagen, Wechselladern, Mannschaftstransportwagen und Kleinfahrzeugen.

Das Gebäude hat 30 verglaste Hallentore.

Atemschutzübungsanlage[Bearbeiten]

Zur Überprüfung der Fittness und zum Training des Verhaltens mit angelegtem Atemschutz unter schlechter Sicht gibt es im Untergeschoss eine Atemschutzübungsanlage. Dort gibt es Leitern, Stepper, Laufband, Handergometer und einen durch Gitter verengen Parcours zum Durchkrabbeln.

Bilder[Bearbeiten]

Diverses[Bearbeiten]

Im Hauptgebäude befindet sich ein

Der Erfinder des Kreiskolbenmotors hat lange in Heidelberg gelebt und sein Büro konnte bewahrt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Langner: Altersschwache Feuerwache. In: Brandschutz / Deutsche Feuerwehr-Zeitung, 10/1998, S. 871 f.

Weblinks[Bearbeiten]