Carl Rottmann

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Heidelberger Schloss,1815

Carl Anton Joseph Rottmann, kurz: Carl Rottmann, auch: Karl Rottmann (* 11. Januar 1797 in Handschuhsheim; † 7. Juli 1850 in München) war ein Landschaftsmaler und der bedeutendste Vertreter der Malerfamilie Rottmann.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Rottmans Vater war Christian Friedrich Joseph Rottmann (1768-1816, Maler und Zeichenlehrer), seine Mutter Susanna Werner, der Großvater Karl Franz Joseph Rottmann (1738-1822, Waisenhausschaffner).

Ersten Unterricht im Malen genoss er bei seinem Vater und bei Christian Keller

1805 erfolgte der Umzug nach Heidelberg, wo sein Vater eine Stelle als Zeichenlehrer am katholischen Gymnasium in Heidelberg erhielt.

1815 malte Rottmann Das Heidelberger Schloß bei Sonnenuntergang (Aquarell, heute Kurpfälzisches Museum). Am 29. Januar 1816 starb der Vater. 1820 malte er Das Heidelberger Schloß bei Sonnenuntergang mit Halbmond (Ölgemälde, heute Kurpfälzisches Museum). Es folgte 1821 das Studium an der ABK München,

1824 heirate er Friedericke Sckell, die Tochter seines Onkels Friedrich Ludwig von Sckell, Hofgartenintendant.

1826/1827 machte Rottmann seine erste Italienreise mit Aufenthalt in Rom (Oktober bis März 1827). Es folgten 1828/29 weitere Italienreisen, 1829/30 ein zweiter Aufenthalt in Rom und 1834/35 eine Griechenlandreise.

1841 wurde Rottmann zum Hofmaler ernannt. Er lebte nun vorzugsweise in München. 1853 erhielt er in der neu eröffneten Neuen Pinakothek als einziger Künstler einen eigenen Raum (der Rottmann-Saal), der ausschließlich seinem Griechenlandzyklus gewidmet war.

Nachleben[Bearbeiten]

Am 25. April 1944 wurde der Rottmann-Saal in München durch Brandbomben zerstört.

  • 15. Juli-1. Oktober 1950: Gedächtnisausstellung Carl Rottmann (Kurpfälzisches Museum)
  • 5. Juli - 25. August 1974: Carl Rottmann 1797-1850. Aquarelle und Zeichnungen aus dem Besitz des Kurpfälzischen Museums (Ausstellung des Kurpfälzischen Museums)
  • 2003: in der Neuen Pinakothek (Neubau 1981) wird ein neuer Rottmann-Saal eingerichtet

Literatur[Bearbeiten]

  • Annette Frese, Carl Rottmann – Zum 200. Geburtstag des Landschaftsmalers. Aus den Beständen des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg, 1997
  • Christoph Heilmann, Erika Rüdiger-Diruf, Landschaft als Geschichte. Carl Rottmann, Hofmaler Ludwigs I. (Ausstellungskatalog), Heidelberg, München 1998
  • Fritz Krauß, Carl Rottmann, (Heidelberger kunstgeschichtliche Abhandlungen Bd. 9), Heidelberg 1930
  • Klaus Lankheit, Der Maler Carl Rottmann, in: Ruperto Carola 5. Jg., Nr. 11/12 (Dezember 1953), S. 51-55
  • Gustav Christ, Maler Carl Rottmann und seine Familie, in: Mannheimer Geschichtsblätter 1912, wieder abgedruckt in: Jahrbuch des Stadtteilvereins Handschuhsheim 1986, S. 39-53
  • Peter Sinn, Das Grab von Carl Rottmann (1797-1850), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2009, S. 75ff.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Nach Carl Rottmann ist die Rottmannstraße in Heidelberg-Handschuhsheim benannt.
  • Die im September 1957 eingeweihte Volksschule am Handschuhsheimer Klausenpfad hieß zeitweise „Rottmannschule“, bis sie 1967 in Heiligenbergschule umbenannt wurde.
  • Eine Büste befindet sich in der Ruhmeshalle in München.
  • Am Starnberger See gibt es die Rottmannshöhe (Starnberger See)

Weblinks[Bearbeiten]