Hanna Nagel

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Hanna Nagel, eigentlich Johanna Nagel (* 10. Juni 1907 in Heidelberg; † 15. März 1975 ebenda) war Zeichnerin, Grafikerin und Buchillustratorin.

Ihr Vater war der Großkaufmann Johannes Nagel, ihre Mutter Bertha Nagel, geb. Nuß.


Nach einer Lehre als Buchbinderin studierte Hanna Nagel 1925-1929 an der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe bei Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger und Hermann Gehri, zuletzt als Meisterschülerin bei Walter Conz. Ab 1929 lebte sie in Berlin. Sie studierte dort an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst, sie gehörte den Klassen von Emil Orlik und Hans Meid an. 1931 heiratete sie den Maler, Zeichner und Buchillustrator Hans Fischer(-Schuppach) (*27. Mai 1906 Fafe/Portugal; † 1. Mai 1987 Heidelberg) (die Ehe wurde 1961 geschieden).

Nachdem Nagel 1933 den Rompreis erhalten hatte, hielt sie sich von 1933 bis 1936 mehrfach in der Villa Massimo in Rom auf. 1936 erhielt sie ein Stipendium der deutschen Albrecht-Dürer-Stiftung. Ebenfalls 1933 erschien das erste der über 100 von ihr illustrierten Bücher. 1937 wurde ihr der Kassel-Preis verliehen, ferner erhielt sie eine Silbermedaille für Grafik auf der Pariser Weltausstellung, 1941 die Bronzemedaille der spanischen Falange, 1960 den Joseph-E.-Drexel-Preis.

Nachleben[Bearbeiten]

  • Nach Hanna Nagel ist der Hanna-Nagel-Preis benannt, der alljährlich in Karlsruhe verliehen wird.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Federzeichnungen, F. H. Kerle Verlag, Heidelberg 1947

Literatur[Bearbeiten]

  • Sylvia Bieber, Ursula Merkel (Hg.), Hanna Nagel. Frühe Werke 1926–1933, Das Verborgene Museum, Berlin / Städtische Galerie, Karlsruhe 2007
  • Irene Fischer-Nagel (Hg.), Hanna Nagel. Ich zeichne weil es mein Leben ist, mit einer Einführung von Klaus Mugdan, Karlsruhe 1977
  • Irene Fischer-Nagel, Hanna Nagel, in: Luise F. Pusch, Susanne Gretter (Hg.), Berühmte Frauen. Dreihundert Porträts (ein Spiel mit Begleitbuch,. Frankfurt am Main, Leipzig 1999
  • Wilhelm Rüdiger (Hg.), Junge Kunst im Deutschen Reich., i. A. des Reichsstatthalters & Reichsleiters Baldur von Schirach. Ausstellung Februar – März 1943 im Künstlerhaus Wien., Wien 1943 [Kurzbiografie S. 57-58]
  • Hans Peter Stichs, Zeichnerin ihrer Ängste, Sehnsüchte und Wünsche, in: Rhein-Neckar-Zeitung, 19. Mai 2007

Weblinks[Bearbeiten]