Karl Hagen

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Karl Hagen (auch Carl; * 10. Oktober 1810 in Dottenheim; † 24. Januar 1868 in Bern) war Historiker und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1836 habilitierte sich Hagen in Erlangen. Von 1838 bis 1849 war er Dozent und Professor in Heidelberg.

Am 30. März 1848 zeigte eine Kundgebung in der Aula der Universität Heidelberg, dass über die Weiterführung der Revolution keine Einigkeit bestand. Der Senat der Universität distanzierte sich ausdrücklich von dem republikanischen Professor Karl Hagen, der für die Stadt Heidelberg in die Nationalversammlung entsandt wurde und sich bei den Wahlmännern für die Wahl Friedrich Heckers bedankte.

Im Juni 1849 wurde Hagen mit einem Fackelzug empfangen, als er nach der Vertreibung des Parlaments aus Stuttgart nach Heidelberg zurückgekehrt war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Cser, Karl Hagen – Hochschullehrer, Dozent, Privatgelehrter, in: Der Rhein-Neckar-Raum und die Revolution von 1848/49. Revolutionäre und ihre Gegenspieler, Ubstadt-Weiher 1998
  • Peter Koppenhöfer, Der vergessene Dichter Johann Georg Deeg (1814-1846) und die Heidelberger Zeitschrift „Braga“, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein e. V., Nr. 14 (2010), S. 153-178, v.a. S. 165f., 174
  • Günter Mühlpfordt, Karl Hagen. Ein progressiver Historiker im Vormärz über die radikale Reformation, in: Jahrbuch für Geschichte 21/1980
  • Eike Wolgast, Karl Hagen in der Revolution von 1848/49. Ein Heidelberger Historiker als radikaler Demokrat und politischer Erzieher, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 133 = N.F.94 (1985), S.279-299. (Bearbeiterin: Sabrina Müller)
  • Robert Zepf, Karl Hagen, in: Frank Engehausen, Armin Kohnle (Hg.), Gelehrte in der Revolution. Heidelberger Abgeordnete in der deutschen Nationalversammlung 1848/49, Ubstadt-Weiher 1998, S. 155-181

Weblinks[Bearbeiten]