Beirat von Menschen mit Behinderungen

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Der Beirat von Menschen mit Behinderungen ist in Heidelberg ein beratendes Gremium des Gemeinderates. Er sitzt mit beratender Stimme im Bau-, Sozial- und Jugendhilfeausschuss sowie im Ausschuss für Integrations- und Chancengleichheit des Gemeinderats. Damit werden Anliegen von ca. 16.000 in Heidelberg lebenden Menschen oft frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebracht, die eine schwere Behinderung haben und deshalb auf besondere Rücksichtnahme z. B. baulich oder bei der Art der Veröffentlichungen angewiesen sind. Die Probleme chronisch Kranker werden von Gesunden oft gar nicht als solche wahrgenommen und einfache Lösungen würden ohne sie deshalb schnell unberücksichtigt bleiben. Eine eigene Einstufung von mehr als 50 Prozent Behinderungsgrad ist auch ein Kriterium, um in den Beirat gewählt zu werden. Somit setzen sich hier 14 Frauen und Männer ein, die aus ihrer eigenen Erfahrung den Gemeinderat und die Stadtverwaltung bei Entscheidungen beraten.

Aber die verschiedenen Arten von Behinderungen bringen auch verschiedene Probleme mit sich. Am Beispiel des neuen Friedrich-Ebert-Platzes kann das nämlich so oder so gesehen werden: Er ist ein Platz der Barrierefreiheit - für Rollstuhlfahrer. Aber für Blinde ist er, ebenso wie der Bismarckplatz, ein schwieriges Terrain, weil die niedrigen Bürgersteigkanten und der konturenlose Boden schwer zu ertasten sind und Blindenleitstreifen fast überall fehlen. Die abgeflachten Kanten an den Bushaltestellen wiederum erschweren darüber hinaus den Rollstuhlfahrern das Hineinrollen über die Hebebühnen in die Busse und erst recht bei den Straßenbahnen.

Vorsitzende ist zur Zeit Michaela Schadeck.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Beirat von Menschen mit Behinderungen