Hans Prinzhorn

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Der Arzt Hans Prinzhorn (* 6. Juni 1886 in Hemer, Westfalen; † 14. Juni 1933 in München) war ein Psychiater und Kunsthistoriker. Von ihm stammt der Hauptteil der und nach ihm ist die „Sammlung Prinzhorn“ benannt, die in Heidelberg in dem zu diesem Zweck umgebauten Hörsaalgebäude der früheren Chirurgie in Bergheim – zuvor war dort der Hörsaal der Neurologischen Klinik – ständig gezeigt wird.

Es ist dies eine kunsthistorisch aufbereitete Sammlung mit 5.000 Bildwerken, Collagen und Plastiken von über 400 Geisteskranken, bzw. als solchen behandelten Personen. Der engere Sammlungszeitraum war in den Jahren von 1919 bis 1922. Prinzhorn wurde 1919 Assistent von Karl Wilmanns an der Psychiatrischen Universitätsklinik. Begonnen hatte die Sammlung der renommierte Psychiater Emil Kraepelin. Bereits 1922 veröffentlichte Prinzhorn sein erstes und einflussreiches, reich illustriertes Buch Bildnerei der Geisteskranken, das seinerseits Künstler zur Auseinandersetzung mit dem Begriff der Normalität bewegte.

Er führte ab 1925 eine psychotherapeutische Praxis in Frankfurt am Main. Er starb 1933 in München an Typhus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Röske: Der Arzt als Künstler. Ästhetik und Psychotherapie bei Hans Prinzhorn (1886-1933). Bielefeld, Aisthesis, 1995. ISBN 3-927670-90-1

Weblinks[Bearbeiten]