Ladenburger Straße (Heidelberg)

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Die Ladenburger Straße ist eine Straße im Heidelberger Stadtteil Neuenheim.

Die Straße verläuft zwischen der Bergstraße und der Jahnstraße.


Im östlichen Teil, zwischen Brückenstraße und Marktstübel findet man zahlreiche Geschäfte und Lokale des gehobenen Bedarfs.

Name und Geschichte[Bearbeiten]

Zur Römerzeit bildete die Trasse der Ladenburger Straße die Mittelachse des damaligen Kastells. Die Straße führte nach Ladenburg (damals Lopodunum), einem wichtigen Zentrum der römischen Herrschaft über die Region. Die Straße verfiel nach dem Abzug der Römer. Es blieb ein Feldweg bestehen, der jedoch nicht überall der alten Trasse folgte. Im Zuge der Flurbereinigung 1870/80 wurde der Feldweg verlegt. Der Feldweg wurde anfangs Ladenburger Weg genannt, dann ab 1816 innerorts Alte Ladenburger Straße. 1891 erhielt die Straße ihren heutigen Namen Ladenburger Straße.

Die Bebauung westlich der Bleichstraße, also westlich vom alten Zentrum Neuenheims, begann erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Charakter einer Verkehrs- und Geschäftsstraße wurde auch für diesen Teil beibehalten. Für die Vorderreihe der Gebäude wurde 1902 die geschlossene Bauweise zugelassen (nicht jedoch für die Hinterhäuser). 1906 wurde eine Baufluchtlinie beschlossen.

Hausnummern[Bearbeiten]

6
Fromagerie La Flamm
7
HOT!, Dessous-Geschäft
8
Cherot Deux, exklusive Moden (Hauptgeschäft: im Darmstädter Hof Centrum)
9
Friseur Hahn
Chocami Chocolaterie & Pâtisserie
10
Gronki, Früchte und Wein
12
Der Teegarten, Teefachgeschäft
13
Reinhold Sauer, Schreibwaren
15
Vollkornbäckerei Mahlzahn
La Flamm Patisserie u. Boulangerie
17
Bar Centrale
18
Gasthaus Marktstübel, am Neuenheimer Marktplatz, Spezialität: Flammkuchen
19
Jules Café Bistro Bar à Vin, französische Küche [1]
Goldschmiedeatelier Davide Quartero
20
Prodotti Italiani, Feinkostgeschäft
21
galerie k, Schmuck
23
Kirche am Mark, Evangelisch-Methodistische Kirche, diese betreibt hier auch den Weltladen una tierra
24
metall & form, Schmuckgalerie
25
Feinkost Schatz
26
Hier befand sich seit 1890 die Gaststätte Deutscher Kaiser, im Hinterhaus ein Tanzsaal, in dem nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Variete Laterne eingerichtet wurde. Von 1949 bis 1958 war hier (im Hinterhaus) das Kino Apollo.
31
Be art, Galerie für Fotografie
37
Annas Unverpacktes[2]
38
Kyffhäuser - Das Gasthaus
68
Rewe City
80-84
Einer der wenigen Abschnitte im Neuenheimer Vicus der Römerzeit, die systematisch ergraben werden konnten.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lurz, Vogt, Neuenheim im Wandel, 1990, Seite 50
  • Christoph Räther, Die Heidelberger Straßennamen, 2015, Seite 214

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. vgl. Reiseführer der Süddeutschen Zeitung, Reisetipps Heidelberg, Kurpfälzische Küche und andere Gaumenfreuden [1]
  2. Zu dem Laden und dem originellen Verkaufskonzept siehe den Artikel von Barbara Klauss, Kommt nicht in die Tüte, Beilage Unternehmer & Märkte, Mannheimer Morgen vom 4. November 2015
  3. vgl. Renate Ludwig, Kelten, Kastelle, Kurfürsten. Archäologie am Unteren Neckar, S. 62

Weblinks[Bearbeiten]