William Turner

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Der bekannte Maler Joseph Mallord William Turner (* 23. April 1775 in London; † 19. Dezember 1851 in Chelsea, London) malte zwischen 1817 und 1844 einige Heidelberg-Ansichten im Rahmen seiner Rhein-Reisen. 1804 eröffnete er eine eigene Galerie und Kunsthandel. Auch viele Drucke wurden in seinem Auftrag angefertigt. Er fuhr in den Jahren 1819/20 nach Italien. Heidelberg lag am Weg. Das südliche Licht Italiens kam von nun an in fast allen Bildern vor. Er gilt als sehr produktiver Künstler. Als er starb, hinterließ er dem englischen Staat über 20.000 Werke. Seine Bilderserien sorgten für einen Reiseboom aus England auf den Kontinent. Vor allem Frankreich aber auch der Rhein und die Schweiz wurden für die reichen Engländer zu von Turner quasi vorgezeichneten Reiseziele.

Neben einigen Italienmotiven ist aber vor allem sein Bild "The Burning of the Houses of Lords and Commons" von 1835 als bekanntes Motiv zu nennen. Der Fortschritt in der Malerei hin zum Impressionismus ist nach ihm nicht mehr anzuhalten, dafür steht vielleicht ganz besonders ein Technik-Motiv: "Rain, Steam and Speed - The Great Western Railway" (1844).

Werke aus/über Heidelberg[Bearbeiten]

  • Heidelberg im Sonnenuntergang, 1843 (38x55 cm; abgebildet ist auch eine Brücke, auffalllend die starke Überhöhung des Schlosses über dem Talgrund)
  • Heidelberg von Osten her gesehen, 1844, Bleistift und Wasserfarben. Katalog W. Tuner Tafel 201, Katalog-Nr. 139 (Dabei ist der Standort des Malers oberhalb der Scheffelterrasse, so dass er über dem Schloß noch die Silhouette des Gaisbergs als Rahmen / Hintergrund nutzen kann.
  • Heidelberger Schloss von der Hirschgasse, Bleistift und Wasserfarbe, Katalog W. Turner Nr. 141, Tafel S. 203 (Dabei ist der Standort des Malers aber eher östlicher am Haarlassweg zu verorten)
  • Heidelberger Schloss von Oben / Süden, Bleistift und Wasserfarbe, Katalog W. Turner Nr. 143, Tafel S. 204 (Standort oberhalb des Schlosses am Gaisberg und Blick auf den Torturm)
  • William Turner, Heidelberg Castle in the Olden Time, um 1844/45, Öl auf Leinwand, Tate Gallery, London ((Standort oberhalb des Schlosses von Osten mit Blick in die Rheinebene. Der Heiligenberg erscheint fast wie ein Alpengipfel. Der Vordergrund belebt u.a. mit einem Kurfürstenpaar.)

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew Wilton: Turner und seine Zeit. Hirmer, München 1987, ISBN 3-7774-4540-1.
  • Eric Shanes: Turner. Aquarelle. Hirmer, München 2001. ISBN 3-7774-9030-X