Bücherverbrennung: Unterschied zwischen den Versionen
→Gedenkstein auf dem Uniplatz Heidelberg
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[[File:Bücherverbrennung 1933.JPG|thumb|Bücherverbrennung 1933 in Deutschland]] | |||
Am 10. Mai [[1933]] verbrannten Studenten in SA-Uniform deutschlandweit auf großen Plätzen der Universitätsstädte vor versammelter Zuschauermenge die aus den Bibliotheken als "undeutsch" entfernten Bücher von hunderten Schriftstellerinnen, Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen. Diese '''Bücherverbrennungen''' waren Höhepunkt einer zentral gesteuerten NS-Aktion "Wider den undeutschen Geist". | Am 10. Mai [[1933]] verbrannten Studenten in SA-Uniform deutschlandweit auf großen Plätzen der Universitätsstädte vor versammelter Zuschauermenge die aus den Bibliotheken als "undeutsch" entfernten Bücher von hunderten Schriftstellerinnen, Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen. Diese '''Bücherverbrennungen''' waren Höhepunkt einer zentral gesteuerten NS-Aktion "Wider den undeutschen Geist". | ||
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== Gedenkstein auf dem Uniplatz Heidelberg == | == Gedenkstein auf dem Uniplatz Heidelberg == | ||
Die ca. 1x1m große Gedenkplatte auf dem Universitätsplatz enthält folgenden Text: | |||
Was einmal gedruckt ist,/ gehört der ganzen Welt/ auf ewige Zeiten./ Niemand hat das Recht,/ es zu vertilgen./ G. E. Lessing | |||
Am 17. Mai 1933/ brannten auf diesem Platz/ die Bücher der von den/ Nationalsozialisten/ geächteten und verfolgten/ Autorinnen und Autoren./ Bürgerstiftung Heidelberg 2011 | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Wolfgang Benz (Hrsg.): ''Bücherverbrennung Mai 1933 – Geschichte und Wirkung,.''Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 51. Jahrgang 2003. | * Wolfgang Benz (Hrsg.): ''Bücherverbrennung Mai 1933 – Geschichte und Wirkung,.''Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 51. Jahrgang 2003. | ||
* Anselm Faust: ''Die Hochschulen und der „undeutsche Geist“. Die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 und ihre Vorgeschichte.'' In: Hermann Haarmann u.a. (Hrsg.), ''„Das war ein Vorspiel nur…“. Bücherverbrennung in Deutschland 1933: Voraussetzungen und Folgen, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Akademie der Künste vom 8. Mai bis 3. Juli 1983.'' Berlin, 1983. | * Anselm Faust: ''Die Hochschulen und der „undeutsche Geist“. Die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 und ihre Vorgeschichte.'' In: Hermann Haarmann u.a. (Hrsg.), ''„Das war ein Vorspiel nur…“. Bücherverbrennung in Deutschland 1933: Voraussetzungen und Folgen, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Akademie der Künste vom 8. Mai bis 3. Juli 1983.'' Berlin, 1983. | ||
* Reinhard Lask, [[Rhein-Neckar-Zeitung]], 18. Mai, Seite 3 | |||
* Joachim-Felix Leonhard (Hrsg.); Walter Engel (Mitarb.): ''Bücherverbrennung - Zensur, Verbot, Vernichtung unter dem Nationalsozialismus in Heidelberg.'' Heidelberg, HVA, 1983. 243 S. ISBN 3-920431-22-7 | |||
* Ulrich Walberer (Hrsg.): ''10. Mai 1933. Bücherverbrennung in Deutschland und die Folgen.'' Frankfurt/Main, 1983. | |||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
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== Weblinks == | == Weblinks == | ||
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* Einer der Hauptaktivisten {{Wikipedia|Gustav_Adolf_Scheel|G. A. Scheel}} (geboren in [[Rosenberg]]), damals Führer der Heidelberger Studentenschaft, war ein sehr hoher NSDAP-, SA- und SS-Funktionär u.a. im Rang eines Obergruppenführers, war Reichsstudentenführer, Reichsdozentenführer, Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD im Elsaß und Gauleiter in Salzburg. ---> | |||
[[Kategorie:Geschichte]] | [[Kategorie:Geschichte]] | ||