Bearbeiten von „Alamannen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
=== Wann und wie wurden die Alemannen zu einem Volksstamm? - Die Ethnogenese ===
Es ist bis heute (Stand 2020) ungeklärt, wie und wann sich die Ethnogenese der Alemannen vollzogen hat. Noch im 4. und 5. Jahrhundert wurden sie von kleinen Königen beherrscht. Damals waren sie also noch kein "Volk" und kein einheitlicher Stamm. Vielleicht vollzog sie sich erst in der neuen Heimat, zwischen Rhein und den östlichen Mittelgebirgen. Möglicherweise aber erst zu der Zeit, in der ihr Gebiet als eigenständige Provinz in das fränkische Reich der Merowinger eingegliedert wurde ([[537]] n. Chr.).<ref>Reinhard Wolters, ''Die Römer in Germanien'', 2018, S. 102</ref>
=== Antike ===
=== Antike ===
Größere Angriffe durch Alemannen auf das Römische Reich sind [[213]] und 233/234 überliefert. Das durch Bürgerkriege und äußere Invasionen erschütterte Römische Reich konnte  den [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes]] und damit das Gebiet nördlich und östlich des Rheins in Süddeutschland, das ''Dekumatland'', nicht mehr halten. Nachdem mehrfach Truppen für innerrömische Kämpfe von der Grenze abgezogen worden waren, muss zumindest der militärische Schutz dieser Provinz um [[260]] vorüberghend aufgegeben worden sein. In der Folge konnten sich germanische Gruppen in dem ungeschützten Gebiet niederlassen, die nach und nach den Stamm oder die Stammesgruppe der Alamannen bildeten. Möglicherweise erfolgte die Niederlassung germanischer Gruppen mit Zustimmung des römischen Reiches, damit sie als Verbündete die Reichsgrenzen sicherten. Im 3. und 4. Jahrhundert kam es zu zahlreichen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Alamannen und römischen Truppen. Es gelang dabei den Alamannen immer wieder, die römische Reichsgrenze zu durchbrechen und dabei unter anderem die Pfalz, das Elsass und die Nordostschweiz zu erobern. Die Kontinuität einiger Fluss-, Orts- und Flurnamen lässt vermuten, dass auch provinzialrömische Bevölkerungsanteile (Galloromanen) in den Alamannen aufgegangen sind.  
Größere Angriffe durch Alamannen auf das Römische Reich sind [[213]] und 233/234 überliefert. Das durch Bürgerkriege und äußere Invasionen erschütterte Römische Reich konnte  den [[Limes]] und damit das Gebiet nördlich und östlich des Rheins in Süddeutschland, das ''Dekumatland'', nicht mehr halten. Nachdem mehrfach Truppen für innerrömische Kämpfe von der Grenze abgezogen worden waren, muss zumindest der militärische Schutz dieser Provinz um [[260]] aufgegeben worden sein. In der Folge des ''Limesfalls'' konnten sich germanische Gruppen in dem ungeschützten Gebiet niederlassen, die nach und nach den Stamm oder die Stammesgruppe der Alamannen bildeten. Möglicherweise erfolgte die Niederlassung germanischer Gruppen mit Zustimmung des römischen Reiches, damit sie als Verbündete die Reichsgrenzen sicherten. Im 3. und 4. Jahrhundert kam es zu zahlreichen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Alamannen und römischen Truppen. Es gelang dabei den Alamannen immer wieder, die römische Reichsgrenze zu durchbrechen und dabei unter anderem die Pfalz, das Elsass und die Nordostschweiz zu erobern. Die Kontinuität einiger Fluss-, Orts- und Flurnamen lässt vermuten, dass auch provinzialrömische Bevölkerungsanteile (Galloromanen) in den Alamannen aufgegangen sind.  


Während der Regierungszeit Kaiser [[Valentinian I.|Valentinians I.]] drangen alamannische Gruppen  [[365]] und [[368]], ins Reichsgebiet ein und plünderten römische Siedlungen wie Mogontiacum (Mainz).  Valentinian I. führte 369 gegen sie einen Vergeltungsfeldzug und ließ er die Rheingrenze durch eine Reihe von neuen Kastellen sichern, so z.B. [[Kastell Altrip|Altrip]]. Die Grenze am Hochrhein wurde mit einer Kette von Wachtürmen (''burgi'') verstärkt.
Während der Regierungszeit Kaiser Valentinians I. drangen alamannische Gruppen  [[365]] und [[368]], ins Reichsgebiet ein und plünderten römische Siedlungen wie Mogontiacum (Mainz).  Valentinian I. führte 369 gegen sie einen Vergeltungsfeldzug und ließ er die Rheingrenze durch eine Reihe von neuen Kastellen sichern, so z.B. [[Altrip]]. Die Grenze am Hochrhein wurde mit einer Kette von Wachtürmen (burgi) verstärkt.


Nach Entscheidungsschlachten wie der Schlacht von Zülpich und der Schlacht bei Straßburg (506) kamen die nördlichen alamannischen Gebiete unter [[Franken|fränkische]] Herrschaft; nach 536/537 verloren die südlichen Gebiete den Schutz des Ostgotenreiches und mussten sich ebenfalls dem Frankenkönig unterwerfen. Bis 746 (Blutgericht von Cannstatt) bestand ein relativ autonomes alamannisches Herzogtum innerhalb des Frankenreichs. Im 10. Jahrhundert verschwand die Bezeichnung "Alamannien" und wurde durch "Schwaben" ersetzt.
Nach Entscheidungsschlachten wie der Schlacht von Zülpich der Schlacht bei Straßburg (506) kamen die nördlichen alamannischen Gebiete kamen unter fränkische Herrschaft, nach 536/537 verloren die südlichen Gebiete den Schutz des Ostgotenreiches und mussten sich ebenfalls dem Frankenkönig unterwerfen. Bis 746 (Blutgericht von Cannstatt) bestand ein relativ autonomes alamannisches Herzogtum innerhalb des Frankenreichs. Im 10. Jahrhundert vrschwand die Bezeichnung "Alamannien" und wurde durch "Schwaben" ersetzt.


== Mittelalter ==
== Mittelalter ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
* Rainer Christlein: ''Die Alamannen. Archäologie eines lebendigen Volkes'', Theiss, Stuttgart 1978, ISBN 3-8062-0890-5
* Rainer Christlein: ''Die Alamannen. Archäologie eines lebendigen Volkes'', Theiss, Stuttgart 1978, ISBN 3-8062-0890-5
* ''Die Alamannen'', herausgegeben vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1302-X
* Karin Krapp: ''Die Alamannen: Krieger – Siedler – frühe Christen'', Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 3-8062-2044-1
* ''Die Alamannen'', herausgegeb vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1302-X
* Karlheinz Fuchs, Martin Kempa, Rainer Redies: ''Die Alamannen. Ausstellungskatalog'', Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1535-9
* Karlheinz Fuchs, Martin Kempa, Rainer Redies: ''Die Alamannen. Ausstellungskatalog'', Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1535-9
* Karin Krapp: ''Die Alamannen: Krieger – Siedler – frühe Christen'', Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 3-8062-2044-1


== Weblinks ==
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== Einzelnachweise und Anmerkungen ==
<references />


[[Kategorie:Geschichte]]
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