Ehemalige Deponie Feilheck

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Blick von der Deponie

Die Hausmülldeponie Feilheck liegt im Westen der Gemarkung der Stadt Heidelberg und bildet im Bereich zwischen Bachmayerhof und A5 die Gemarkungsgrenze zu Oftersheim. Sie grenzt an das Landschaftsschutzgebiet Sandhäuser Dünen. Die circa 15 Hektar große Deponie diente früher als Kiesgrube. Insgesamt liegen hier etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Müll.


Geschichte[Bearbeiten]

Anfang der 50er Jahre wurden in der ehemaligen Kiesgrube Abfälle abgelagert. Im Grundwasserwechselbereich wurden überwiegend neutrale Stoffe wie Erdaushub, Bauschutt und Raspelreste aus dem Kompostierwerk eingebaut. Zudem wurden Haus- und Sperrmüll, Gewerbe- und Industriemüll, Klärschlämme, Abfälle von Kliniken und der amerikanischen Streitkräfte sowie Schlacken aus der Heidelberger Müllverbrennungsanlage deponiert . Bis Anfang 1990 wurde Hausmüll hierher gebracht. In den folgenden Jahren bis 1994 wurden nur noch Schlacken aus der Müllverbrennung abgelagert.

Blick auf die Deponie

Bisher hatte die Deponie keine Basisabdichtung, daher konnte anfallendes Sickerwasser nicht gefasst werden. Im Abstrombereich der Deponie kommt es somit zu Schadstoff belastungen des Grundwassers. Das wird deshalb halbjährlich analysiert. Das Gas, das sich durch Reaktionen des organischen Abfalls bildet, wurde schon in der Vergangenheit über so genannte Gasbrunnen erfasst. Bisher entweicht es ungehindert in die Atmosphäre. 2005 wurde eine Baumaßnahme zur Sanierung der Deponie gestartet die bis 2009 andauern soll. Hierbei wird die Oberfläche von 145.500 m² abgedichtet. Danach wird das anfallende Gas der Deponie abhängig vom Methangehalt entweder abgefackelt oder verwertet. Aufgrund der Abdichtung des Deponiekörpers wird sich die Gasproduktion mit den Jahren verringern.

Umwandlung in ein Solarkraftwerk[Bearbeiten]

Die Stadtwerke Heidelberg haben auf der ehemaligen Deponie ihre bisher größte Solaranlage errichtet, die sie als Solarkraftwerk Feilheck bezeichnen. Die Anlage wurde Ende April 2013 eingeweiht.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtblatt Heidelberg vom 15. Mai 2013 (Online-Ausgabe, zuletzt aufgerufen am 26. November 2013)