Heinrich Fuchs der Ältere

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Heinrich Fuchs der Ältere (* 10. Februar 1820 in Hoffenheim, † 15. Februar 1884 in Cannes) war Sattlermeister, Kutschenfabrikant und Stadtrat in Heidelberg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Heinrich Fuchs kam am 10. Februar 1820 in Hoffenheim als Sohn eines Richters zur Welt.

Der Kutschenbauer[Bearbeiten]

Fuchs ging zunächst nach Offenbach, dort heiratete er Marie Luise Schreiber, die Tochter des Kutschenbauers Valentin Schreiber. Zusammen mit dem Schmied Friedrich Rexroth übernahm er den Betrieb von Valentin Schreiber. Rexroth seinerseits hatte 1847 ebenfalls eine Tochter des Inhabers, Marie Elisabethe Schreiber, geheiratet. Die nun von Fuchs und Rexroth unter der Firma Fuchs & Rexroth betriebene Wagenfabrik war Lieferantin für Galawagen und andere Sattlerwaren für die Höfe in Darmstadt und Karlsruhe.

Nach dem Tod der ersten Frau heiratete Fuchs die Tochter eines Lederfabrikanten aus Oberrad bei Frankfurt, Elisabetha Spicharz. Offenbar brachte diese Vermögen mit, jedenfalls wurde der Ehevertrag mit Gütertrennung publik gemacht, um etwaige Gläubiger der damals verschuldeten Firma zu warnen.

1861 trennten sich die beiden Gesellschafter. Rexroth betrieb das Geschäft seines Schwiegervaters weiter als Chaisenfabrik Fr. Rexroth & Comp.. Die Firma wurde nach dem Ersten Weltkrieg von der französischen Besatzungsmacht enteignet.

Der Eisenbahnwagonbauer[Bearbeiten]

Die Großherzoglich-Badische Staatseisenbahn (G.H.St.B.) hatte 1840 den Betrieb auf der Strecke von Heidelberg nach Mannheim begonnen, damals noch in „Badischer Spur“ (1600mm). Von Heidelberg führte die Badische Hauptbahnhof weiter nach Süden in Richtung Bruchsal-Karlsruhe. Am Rande dieser Strecke übernahm Fuchs im Jahr 1861 die Waggonfabrik des verstorbenen Johan Schäfer auf Rohrbacher Gemarkung und gründete daraus 1862 die Waggonfabrik Fuchs.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Erhard Lessing, Triebwagen-Design aus Heidelberg. Die H. Fuchs Waggonfabrik AG, in: Peter Blum (Hg.), Pioniere aus Technik und Wirtschaft in Heidelberg, Shaker, Aachen 2000, ISBN 3-8265-6544-4, S. 26 - 41