Reinhold Zundel

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Reinhold Zundel (* 9. April 1930 in Brackenheim / Zabergäu; † 21. Januar 2008 in Heidelberg) war von 1966 bis 1990 24 Jahre lang Oberbürgermeister von Heidelberg.

Leben[Bearbeiten]

Reinhold Zundel, eines von 11 Kindern, wuchs im Schwäbischen auf. Nach dem Abitur 1949 in Heilbronn studierte er Jura in Frankfurt am Main. Er schloss 1957 sein Studium mit dem zweiten Staatsexamen ab. Er war u. a. an mehreren Orten als Richter tätig, vorübergehend Leiter der Stadtwerke in Langen (Hessen) und Ministerialrat beim hessischen Ministerpräsidenten und Justizminister Georg August Zinn. Er wurde 1966 als Kandidat der SPD zum Oberbürgermeister von Heidelberg gewählt. Themen seiner Amtszeit waren u. a. die Altstadtsanierung, die Entwicklung des Autoverkehrs in der Stadt und die Umgestaltung der Hauptstraße (Heidelberg) zur Fußgängerzone. Bei den Auseinandersetzungen der Studentenbewegung bezog Zundel eine klare und konsequente, wenn auch bei weitem nicht von allen seinen Wählern getragene Position. 1980 verließ er die SPD und amtierte als Parteiloser OB weiter. Bei der Oberbürgermeisterwahl 1984 wurde der nun von den Freien Wählern (FWV) und CDU unterstützte Zundel mit 54,9 Prozent klar gegen seinen Herausforderer von der SPD (40,8 Prozent) gewählt. Nach der Wiedervereinigung West- und Ostdeutschlands ging der inzwischen Pensionierte 1990 als Berater und Gutachter in die neuen Bundesländer. Kommunalpolitisch betätigt er sich noch einmal in Heidelberg als finanzpolitischer Berater Caja Thimms im Oberbürgermeisterwahlkampf 2006.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1995 Ehrenbürger der Stadt Heidelberg
  • 2008 Gedenkveranstaltung der Stadt nach seinem Tod (9. April 2008)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]