Stadtbücherei Heidelberg

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In der Heidelberger Stadtbücherei kann eine umfassende Auswahl von Büchern gelesen oder geliehen werden.

Die Medien sind fast alle im großen Saal in übersichtlichen Regalreihen zugänglich. Viele Leseplätze direkt an den Fenstern. Zwei Kopierer stehen gegen Gebühr bereit.


Adresse[Bearbeiten]

nächste Haltestelle: Stadtbücherei (H)
Stadtbücherei Heidelberg
Poststraße 15
69115 Heidelberg
Telefon: (0 62 21) 58-36000
Telefon: (0 62 21) 58-36 100 Servicetelefon «Umbau»
Telefax: (0 62 21) 58-36900
E-Mail: stadtbücherei(a)heidelberg.de

(Parkplätze im dazugehörenden Parkhaus)

Der Medienbestand der Stadtbücherei Anfang 2018[Bearbeiten]

40.000 Belletristik (davon 3.500 in Fremdsprachen)
80.000 Sach- und Fachliteratur

(davon 5.000 Nachschlagewerke im Präsenzbestand)

50.000 Kinder- und Jugendliteratur (davon 6.500 Non-Book-Medien)
7.500 Musik-CDs
4.500 Hörbücher
2.000 CD-ROMs
6.500 DVDs
120 Konsolenspiele
60 Themenkisten
37.500 Virtuelle Medien
45 Zeitungen
300 Zeitschriften
47 Zeitungen und 387 Zeitschriften (aktueller Jahrgang präsent; Obergeschoss)

Die meisten Titel stehen im Hauptsaal der Stadtbücherei in nach Themengebieten systematisch geordneten Fachbücher-Regalen offen zugänglich bereit. Die Systematik kann aus dem aushängenden Lageplan ersehen werden. Innhalb der Fachgebiete gibt es eine am Regal angebrachte Unterordnung nach Buchstaben.
Alle Belletristik-Werke stehen nach Autorennamen in Regalen auf der Empore im ersten Obergeschoss.

Mehrere Internetarbeitsplätze stehen in der Hauptstelle und in der Zweigstelle Emmertsgrund während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Die Zeitungsausschnittsammlung: Heidelberg in der lokalen Presse[Bearbeiten]

Wie war das mit der jahrzentenlangen Diskussion zur fünften Neckarquerung oder zum Hallenbad? Jemand sucht eine Rezension zu einer Theateraufführung? Irgend etwas über einen Heidelberger Stadtteil? In der Zeitungsausschnittsammlung der Stadtbücherei werden seit 1973 Presseartikel zu Heidelberger Themen erschlossen. Die Ausschnitte können als Fundgrube zur Heimatkunde bezeichnet werden. Oftmals sind sie sogar die einzige Quelle für lokal relevante Themen, Personen und Ereignisse. Diese einmalige Sammlung umfasst mittlerweile über 200 Themen-Mappen und 1100 im Magazin archivierte Ordner. Monatlich kommen ca. 800 Artikel hinzu.


Bücherbus[Bearbeiten]

Die Stadtbücherei betreibt einen Bücherbus, der 22 Haltestellen anfährt. Im Bus werden jährlich 100.000 Medien ausgeliehen. Da der Bus "in die Jahre gekommen" ist und häufig repariert werden muss, schlägt die Stadtbücherein die Anschaffung eines zweiten Busses vor. Der Ausschuss für Bildung und Kultur sprach sich in seiner Sitzung am 26. April 2018 für die Anschaffung aus bei einer Gegenstimme von der AfD und einer Enthaltung bei den Heidelbergern. [1]

Geschichte der Stadtbücherei[Bearbeiten]

Aufgrund einer Spende über 30.000 RM am 1. Oktober 1904 sollte die Stadt nach dem Willen der Spenderin oder des Spenders in Heidelberg eine städtische Volkslesehalle und Volksbibliothek einrichten. Dies dauerte bis 1906. In der Seminarstraße 1 (im Universitätsviertel) war bis 1914 der erste Standort. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 21. April 1906 mit 2.500 Büchern und verursachte etwa 10.700 Reichsmark an Kosten. Sie war in Baden die siebte kommunale Volksbücherei überhaupt. Die zweite nach Freiburg mit einem Biblothekar. Dazu gehörte auch eine rege genutzte Lesehalle mit 119 Zeitschriften, einigen Nachschlagewerken und vielfältigen Kleinkunst-Ausstellungen. Damals durfte jede Zeitung maximal eine halbe Stunde lang genutzt werden.

Erster Leiter war der vormals Wormser Stadtangestelle (Bücherwart) Georg Zink. 1928 gab es einen Bestand von etwa 21.000 Büchern. Seit 1937 hieß die neue "Anstalt" städtische Volksbücherei und hatte nur noch etwa 3.200 Bücher im Bestand (Nach den Nazi-Bücherverbrennungen etc.). Unter OB Neinhaus wurde die Volksbücherei 1943 in Stadtbücherei umbenannt.

Im städtischen Eigentum gab es noch weitere Büchereibestände, die z. T. separat geführt wurden und die in der Nachkriegszeit mit in die Stadtbücherei eingingen.

Im Rahmen der Eisenbahn-Umgestaltung konnte die Stadtbücherei dann in den 1960er Jahren in einen modernen Bau in der Kurfürsten-Anlage/Poststraße umziehen. Ein nächster Schritt war die Anschaffung und den inzwischen sehr erfolgreichen Betrieb eines Bücherbusses, der im Wechsel verschiedene dezentrale Standorte zu festen Zeiten anfährt. Damit wird den Kunden ein Zugriff auf den Gesamtbestand eröffnet.

Seither gelang es ihr mehrfach, durch Kundenfreundlichkeit Preise auf Bundes- oder Landesebene der kommunalen Büchereien zu erringen.

Im Mai 2012 führte die Stadtbücherei das Selbstverbuchungssystem RFID ein. Das Ausleihen von Medien wurde dadurch erleichtert. [2]

Am 23. April 2016 bestand der Standort Poststraße seit 50 Jahren, was mit einem Fest gefeiert wurde.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Hoffnung auf einen neuen Bücherbus steigt, Rhein-Neckar-Zeitung vom 28. April 2018, Seite 5
  2. Rhein-Neckar-Zeitung vom 9. Februar 2012, Seite 5
  3. stadtblatt vom 20. März 2016

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Heimann: Georg Zink und die Heidelberger Volksbibliothek und Volkslesehalle. S. 95-132. In: Heidelberger Geschichtsverein e.V. (Hrsg.): Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt. Nr. 11 (2006/07). Verlag Dr. Lehmann, Heidelberg. ISBN 3-924566-27-5

Weblinks[Bearbeiten]