Susanne Pfisterer

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Susanne Pfisterer (* 4. April 1893 in Kirchheim bei Heidelberg, † 3. April 1984 Heidelberg) war Zigarrenmacherin, Betriebsrätin, Kinderbetreuerin und Kommunalpolitikerin (SPD) in Heidelberg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nachdem sie 1907 den Abschluß der Volksschule absolviert hatte, lernte sie Zigarrenmacherin. Mitte der 1920er Jahre: war sie Arbeiterin bei der Tabakfabrik Flegenheimer (Kirchheim, Hardtstraße 9). 1919 trat sie der Gewerkschaft (der Zigarrenmacher) bei, 1920 der SPD. Von 1927 bis 1933 fungierte Pfisterer als Betriebsrätin. Als die Fabrik Flegenheimer mit 230 Beschäftigten 1939 als letzte "jüdische" Fabrik schließen musste, ging auch ihr Arbeitsplatz verloren.

Bei der letzten demokratischen Kommunalwahl 1920 wurde sie zur Stadtverordneten gewählt. Nach 1949 engagierte sie sich wieder in Gewerkschaft, SPD und Arbeiterwohlfahrt.

Später war Pfisterer Kinderbetreuerin im Alex-Möller-Waldheim der Arbeiterwohlfahrt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Bütikofer, „Wir sind doch auch wer“. Portrait der Sozialdemokratin Susanne Pfisterer, in: Wolfgang Heid, Rolf Klein, Werner Popanda (Red.), 120 Jahre SPD Kirchheim 1869-1989. Festschrift zum 120jährigen Bestehen des Ortsvereins Kirchheim der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, herausgegeben vom SPD-Ortsverein Kirchheim. Heidelberg (1989), S. 29 – 35
  • Philipp Körner, Kirchheim. Ein heimatkundlicher Überblick, Leimen-St. Ilgen 2009, Seite 83
  • Hansjoachim Räther, Die Heidelberger Straßennamen, Mattes Verlag, Heidelberg 2015, Seite 334