Schlossgarten Schwetzingen

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Die Parkanlage Schwetzinger Schlossgarten teilt sich in mehrere Bereiche auf. Sie sind zwischen 1700 und 2006 entstanden bzw. wesentlich verändert worden.

Vor dem Schloss befindet sich der Ehrenhof, in dem heute zwei Gebäude mit Café und Kasse stehen.

Nach Durchschreiten des Torgebäudes kommt man in den Französischen Garten (Barockgarten), ihm schließen sich rechts und links Teile des Englischen Landschaftsgartens an, in dem einzelne Gebäude als Attraktion für Ausflüge des Hofstaats hineingesetzt waren. Besonders hervorzuheben sind der Türkische Garten vor der Moschee mit einem quadratischen überdachten Rundgang (neben dem überflutbaren Jagdgehege) und der Große See.

Die beiden Zirkelbauten des Schlosses (seine Flügel) bilden mit einem entsprechend geformten Rankgerüst einen vollständigen Kreis um das Zentrum des Barockgartens mit Fontäne, von dem aus alle Wege in den Park weglaufen.

Wichtige Hofgärtner waren van Wynder aus Kassel (der erste Hofgärtner), Nicolas de Pigage (Intendant der Gärten und Wasserkünste in der Karl-Theodor-Zeit), Johann Ludwig Petri (von ihm stammt der Entwurf vom Hauptparterre), Johann Wilhelm Sckell, ein Schüler Pigages und sein Sohn Friedrich Ludwig Sckell (ging 1804 mit nach München). Später kam als erster badische Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher - sein Name wird mit der Anpflanzung des Flieders in Schwetzingen verbunden.

Geschichtsdaten zum Park

1350 Erste Erwähnung der „Veste Schwetzingen“
1715 Wiederaufbau des Schlosses unter Kurfürst Karl Ludwig für seine Geliebte Luise von Degenfeld . Er lebte von 1657 an 20 Jahre in Schwetzingen.
unter Kurfürst Johann Wilhelm, der in Düsseldorf regierte, Ausbau zur heutigen Form des Schlosses. Insbesondere die beiden Flügelbauten vergrößerten die Wohnfläche und gaben das Raster für den Garten vor.
unter Kurfürst Karl Philipp sollte die Orangerie als Festsaal dienen (eigener Gartenabschnitt)
1752 unter Carl Theodor folgte eine Gartenerweiterung auf etwa 70 Hektar, Eröffnung des Schlosstheaters
(Übersiedlung Carl Theodors nach München 1777/1778)
1938 Eröffnung des erstmals gründlich renovierten Schlosstheaters
1952 erstmals Schwetzinger Festspiele im Schlosstheater und Park - seither regelmäßige Festspiele, die den Garten fast im ursprünglichen Sinne wieder als Kulisse nutzen

Siehe auch

  • Die Eremitage von Waghäusel, Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Speyer in ihrer Bruchsaler Zeit
  • Die Maulbeerbaumallee nach Heidelberg
  • Schlossgarten Heidelberg (Hortus Palatinus)
  • Staatspark Fürstenlager, Sommerresidenz der Landgrafen von Hessen in Auerbach (Bensheim)

Literatur

  • Carl Ludwig Fuchs, Claus Reisinger: Schloss und Garten zu Schwetzingen. 2. Auflage. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2001, ISBN 3884621645
  • Oswald Zenker: Schwetzinger Schlossgarten. Ein Führer durch das Französische Gartenparterre und den Englischen Landschaftsgarten, mit Informationen über Schloss und Rokokotheater sowie Sehenswürdigkeiten der Umgebung. K. F. Schimper-Verlag, Schwetzingen 2002, ISBN 3877421709

Weblinks