Alte Hofapotheke (Schwetzingen)

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Das barocke Anwesen aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts beherbergte zunächst das Wirtshaus Zum goldenen Engel. Im Jahr 1736 kam das Gebäude in herrschaftlichen Besitz, um darin die Hofmetzelei, das kurfürstliche Schlachthaus, und die Hofbäckerei einzurichten. Nach dem Wegzug des Hofes gab man beide Einrichtungen auf und verkaufte das Haus an den Apotheker Franz Ludwig Kampe, dem 1804 von Markgraf Karl Friedrich von Baden das Prädikat Hofapotheker verliehen wurde.

Zwar kamen mit dem Hofstaat in den Sommermonaten auch immer Ärzte und Apotheker nach Schwetzingen, die erste eigenständige Apotheke am Ort wurde aber erst 1764 auf Anordnung des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz genehmigt. Der Mannheimer Hofapotheker Baader richtete sich im Erdgeschoss des Eckpavillons des Marstalls an der heutigen Carl-Theodor-Straße ein. Er verpflichtete sich, bei Anwesenheit des Hofstaates immer am jeweiligen Aufenthaltsort zugegen zu sein. 1780 wurde eine zweite Officin in Schwetzingen genehmigt. Das Privileg zur Unterhaltung dieser Apotheke erhielt schließlich der Apotheker Kampe.

Die ehemalige Hofapotheke wurde bis zum Jahr 2002 zuletzt von der Familie Krüger betrieben. Die Einrichtung stammt noch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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