Augusta-Bender-Schule Mosbach

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Die Augusta-Bender-Schule in Mosbach ist eine Berufsschule und bietet Berufsausbildung zu sozialen Themen an.

  • Ernährungswissenschaftliches und Biotechnologisches Gymnasium
  • Einjähriges Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife
  • Berufskolleg für Sozialpädagogik ( Erzieherausbildung)
  • Berufskolleg für Gesundheit und Pflege I
  • Duales Berufskolleg – Fachrichtung Soziales
  • Zweijährige Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege
  • Zweijährige hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Berufsfachschule
  • Berufsfachschule für Altenpflege
  • Berufsfachschule für Altenpflegehilfe
  • Fachschulen für Altenpflege (Leitung einer Pflege- und Funktionseinheit / Gerontopsychiatrie)
  • Einjährige hauswirtschaftliche Berufsfachschule
  • Berufsvorbereitungsjahr
  • Landwirtschaftliche Berufsschule
  • Berufsfachschule für Zusatzqualifikationen
  • aktuelles Schulprojekt: Comenius-Projekt (Programm für lebenslanges lernen)

Adresse[Bearbeiten]

Augusta-Bender-Schule
Schillerstraße 2
74821 Mosbach
Telefon: (0 62 61) 890850
E-Mail: Post-ABS(a)t-online.de

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1905: Der Gemeinderat von Mosbach (Bürgermeister Renz) veröffentlicht in den Tageszeitungen die Absicht, eine Haushaltungsschule zu gründen.
  • 2. Okt. 1906: Unterrichtsbeginn „nachmittags um 1 Uhr für sämtliche 61 fortbildungspflichtigen Mädchen hiesiger Stadt“ (in vier getrennten Kursen; Haushaltungslehrerin bis März 1914 ist Karolina Pippig). Die Schule ist im Volksschulgebäude, III. Stock; heute ist dort das Kreisarchiv, untergebracht.
  • 3. Mai 1923: Unterrichtsbeginn an der reformierten „Mosbacher Knaben- und Mädchenfortbildungsschule“. Es werden 6-12 Stunden Deutsch, Handarbeit, Rechnen und Lebenskunde unterrichtet. Ab 1923 übernimmt die Fortbildungsschullehrerin Ottilie Löser die Leitung der Schule bis zu ihrer Pensionierung am 30. April 1958. Sie ist eine der wenigen Lehrkräfte, die „unbelastet“ die Nazizeit überstehen. Sie unterrichtet vormittags auch in der Volksschule.
  • 12. Nov. 1923: Eine weitere Haushaltungsschule eröffnet als Kreishaushaltungsschule im „Gelben Haus am Berg“ mit angeschlossenem Altersheim. Sie wird am 25. Aug. 1944 wie alle Haushaltungsschulen des Landes geschlossen.
  • 11. Juni 1938 und 30. Jan. 1941: Auf Anordnung des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust wird die Fortbildungsschule in Mosbach in „Ländliche Berufsschule“ und dann in „Landwirtschaftliche Berufsschule für Mädchen“ umbenannt. Der „gesamte Unterricht muss von national-sozialistischem Geist getragen“ sein. Letztmals werden an dieser Schule im März 1945 Schüerinnen entlassen.
  • 16. Nov. 1946: Der Unterricht wird in der „Mosbacher Mädchenberufsschule“wieder aufgenommen. Der Kochunterricht kann bis 1948 nicht stattfinden. Handarbeitsunterricht, v. a. im Flicken und Stopfen muss das ersetzen.
  • 1951/52: An verschiedenen Orten der beiden Landkreise Mosbach und Buchen werden Landwirtschaftliche Berufsschulen geführt. Ab 1964 Beginn der Zentralisation aller Landwirtschaftlichen Berufsschulen.
  • Am 1. 04.1953 kann die nun „Hauswirtschaftliche“ und die Landwirtschaftliche Berufsschule Mosbach“Schule in das neue Schulgebäude in der Schillerstr.2 einziehen. (Landrat war Hr. Dörzbacher ) Diese beiden werden 1968 zu einer Berufsschule vereinigt.
  • 1970: Die Direktorin der Schule, Frau Elisabeth Bleienstein, stellt an das Landratsamt den Antrag, der Schule den Namen nach der Heimatdichterin Augusta Bender, „Augusta-Bender-Schule“ zu geben. Der Kreisrat und das Oberschulamt stimmen zu.
  • 1. Mai 1971: Das Oberschulamt Karlsruhe stimmt der Zusammenlegung der drei beruflichen Schulen zur: Städtischen hauswirtschaftlichen, ländlichen hauswirtschaftlichen und Landwirtschaftlichen Berufsschule zu. Erste Leiterin wird die seit 1968 schon kommissarisch eingesetzte und 1971 zur Studiendirektorin ernannte Elisabeth Bleienstein, die 1972 in den Ruhestand geht. Ihr Nachfolger wird Landwirtschaftsschulrat Karl Schreiber.
  • Die Schülerzahlen 1977/78:
- 160 Berufsschülerinnen und 160 Berufsschüler als Auszubildende in der Landwirtschaft und Jungarbeiter
- 96 Schülerinnen (4 Klassen) einjährige Hauswirtsch. Berufsfachschule
- 14 Schülerinnen (1 Klasse) einjährige Hausw. Sonderberufsschule
- 176 Schülerinnen (7 Klassen) zweijähr. Hauswirtsch.-pfleger.-sozialpäd. Berufsfachschule
- 29 Schülerinnen (1 Klasse) Berufskolleg
(Summe: 13 Vollzeitklassen und 6 Teilzeitklassen)
  • 1982: Eröffnung der einjährigen Berufsfachschule (Berufsvorbereitungsjahr, BVJ)
  • 1984: Der Schul- und Kulturausschuss berät die Erweiterung der Werkstätten bei der Kreisgewerbeschule und der ABS
  • 12. 09.1985: Neue Schulleiterin Oberstudienrätin Gisela Ruiner
  • 1986: Ein Computerraum wird eingerichtet und mit acht Computerarbeitsplätzen für je zwei Schüler innen und einem Lehrerarbeitsplatz ausgestattet. Ab dem Schuljahr 86/87 ist Informatik Pflichtfach in der zweijährigen landw. Berufsfachschule und im Berufskolleg.
  • 1986: Das BVJ wird Pflicht für alle Jugendlichen, die nach der allg. Schulpflicht kein Ausbildungsverhältnis nachweisen.
  • 1987: eine einjährige „Berufsfachschule für Haus- und Altenpflegehilfe“ wird eröffnet. 1989 wird sie zur dreijährigen Altenpflegeschule erweitert.
  • 1998: Ein neuer Zusatzbau – Gebäude E – konnte bezogen werden.
  • 1999: Die Weiterbildung zur Pflegefachkraft „Fachschule Leitung einer Pflege- und Funktionseinheit“ wird eingerichtet. 2004 kommen zweijährige Lehrgänge für Fachkräfte in der Gerontopsychiatrie hinzu.
  • 2002: Eröffnung des Berufskollegs Sozialpädagogik; damit können erstmals ErzieherInnen ausgebildet werden.
  • 29. 01.2003: Verabschiedung von OStDirektorin Gisela Ruiner in den Ruhestand. Birgit Bader wird zur Nachfolgerin ernannt.
  • 2007: Einrichtung von BEJ-Klassen (Berufseinstiegsjahr) mit den Schwerpunkten Wirtschaft u. Verwaltung, Sozialpflege, Dienstleistung u. Gastronomie
  • 2008: Eröffnung der gymnasialen Oberstufe mit den Fachrichtungen Ernährungswissenschaft und Biotechnologie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Margarete Eschle-Olbert: Spurensuche zur Geschichte der Mädchenbildung im Kreis Mosbach. Hrsg. Augusta-Bender-Schule, Mosbach, 2010. (Die Autorin M. Eschle-Olbert war bis zu ihrem Ruhestand 2006 Lehrerin an der ABS.