Geschichte (Walldorf)

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Frühe Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus alten Zeit belegen, dass die Stelle des heutigen Walldorfs schon sehr lang besiedelt ist. Erster urkundlicher Beleg ist einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahre 770. Walldorf wurde auf Grund seiner Lage im Wald damals als "Waltdorf" bezeichnet.

Mittelalter[Bearbeiten]

1230 fiel Walldorf an die Pfalzgrafen, welche Walldorf als Reichslehen erhielten. Walldorf blieb nicht von den Kriegen im 17. Jahrhundert verschont - Bauernkriegen, 30-jährigen Krieg und Pfälzischer Erbfolgekrieg führten zu Kämpfen und Plünderungen. 1689 wurde Walldorf vollständig zerstört und erst etwas später wieder von Neusiedlern und Glaubensflüchtlingen besiedelt.

Viele dieser Neusiedler kamen aus der Schweiz, wie die Familie Astor. Johann Jakob Astor wanderte später von Walldorf nach Amerika und wurde dort durch Pelzhandel und Immobilien zum reichsten Mann der Welt. Johann Jakob Astor stiftete in Walldorf ein großzügiges Altersheim. Dieses Astorhaus kann noch heute in Walldorf inmitten einer Parkanlage besichtigt werden.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Walldorf badisch. Durch die 1843 gebaute Rheintalbahn zwischen Mannheim und Karlsruhe 1843 erlebte der Ort im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung, der 1901 zur Verleihung der Stadtrechte durch Großherzog Friedrich I. führte.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die günstige Verkehrslage und eine gute Rahmenbedingungen für Unternehmen führten nach dem zweiten Weltkrieg zur Ansiedlung der Heidelberger Druckmaschinen und in den 70er Jahren zum Umzug der Firma SAP nach Walldorf. Durch den wirtschaftlichen Erfolg der Firma SAP wurde die Stadt Walldorf zu einer der wohlhabendsten Städte Deutschlands.