Johann Peter Braun

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Der Grabstein Brauns

Johann Peter Braun (* 1. März 1685 in Böbingen, † 26. Dezember 1774 ebenda) war 56 Jahre lang Schultheiß von Böbingen.

Er wurde geboren als Sohn des Peter Braun, der von 1686 und 1703 Böbinger Schultheiß gewesen war.

Braun unterhielt in der Hauptsache einen Landwirtschaftsbetrieb. 1719, dem Jahr, in dem er Schultheiß wurde, betrieb er zudem eine Straußenwirtschaft.

Die Familie Braun gehörte zu der katholischen Minderheit in Böbingen. In seiner Amtszeit begünstigte er die Ansiedlung weiterer katholischer Familien, was ihm den Beinamen „Vater der Katholiken“ eintrug.

Dazu trug auch bei, dass er durchsetzte, dass der Chor der Kirche St. Sebastian neu gebaut wurde. Braun stiftete für diese im Laufe der Zeit drei Altäre und ein vollständiges Inventar.

Privat war Braun seit 1708 mit Maria Elisabeth aus Venningen verheiratet.

Er starb am 2. Weihnachtstag 1774 als amtierender Schultheiß. Sein Grabstein hat die Jahrhunderte überdauert und befindet sich neben der katholischen Kirche.

Nachfolger im Schultheißenamt wurde sein Enkel Simon Franz Braun.