Karl Miltner

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dr. Karl Miltner (geboren am 16. Juli 1929 in Engen, Landkreis Konstanz; gestorben am 10. März 2020 ) war ehemaliger Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Miltner wurde in Engen geboren, wo sein Vater Bürgermeister war (später war er auch in Furtwangen und in Dossenheim Bürgermeister).

1942 kam er mit der Familie nach Dossenheim. Er besuchte das Bunsen-Gymnasium in Heidelberg, wo er 1950 das Abitur ablegte. Hier lernte er den Theologen Eugen Biser (später Professor) kennen, den er seinen theologischen Ziehvater nennt. Biser war damals Religionslehrer am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium. Es folgte ein Studium der Theologie und der Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg und Heidelberg. Dort promovierte er 1957 zum Dr. jur., die Dissertation betraf das Thema Kommunalaufsicht.

Miltner wurde dann Referent beim Verfassungsschutz und Mitarbeiter im Landratsamt Konstanz. Nachdem er geheiratet hatte und Vater einer Tochter geworden war, zog die Familie nach Tauberbischofsheim, wo er das Amt als Regierungsrat und Erster Landesbeamter antrat. Miltner kandidierte mehrfach für die CDU im Wahlkreis Main-Tauber und wurde jeweils direkt in den Bundestag gewählt, dem er bis 1988 angehörte. Im Bundestag war er Mitglied im Innenausschuss. Er wurde auch in die G-10-Kommission berufen und wurde deren Vorsitzender.

Mit der Ernennung zum Regierungspräsidenten für das Regierungspräsidium Karlsruhe endete das Bundestagsmandat.

Von Juli 1988 bis Juli 1994 leitete er das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Von 1995 bis 1998 war Miltner Präsident der Führungsakademie Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Karl Miltner lebte zuletzt in Engen, der Heimatgemeinde seiner Eltern und Großeltern.

Presseartikel[Bearbeiten]

  • dw, Das Bundesverdienstkreuz erhielt er sogar mehrfach. Der ehemalige Regierungspräsident und Bundestagsabgeordnete Karl Miltner wird heute 90 - Anerkennung für sein Tun reicht über Grenzen der Bundesrepublik hinaus, in: Rhein-Neckar-Zeitung vom 16. Juli 2019, Seite 3 (Region Heidelberg)

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1994 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Verdienstorden der US-Army
  • Mitglied der französischen Ehrenlegion
  • Ehrenmitglied der Führungsakademie Baden-Württemberg

Weblinks[Bearbeiten]