Landessternwarte

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Observatorien der Landessternwarte auf dem Königstuhl

Die Landessternwarte ist ein astronomisches Observatorium auf dem Gipfel des Königstuhls. Es ist in das Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) eingegliedert. Unmittelbar neben der Landessternwarte liegt das Max-Planck-Institut für Astronomie.

Die Großherzogliche Bergsternwarte wurde 1898 hier auf den Berg verlegt, nachdem die Beobachtungsbedingungen an der Sternwarte Mannheim zu schlecht geworden waren.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landessternwarte wird seit 2006 von Professor Andreas Quirrenbach geleitet.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kann-Refraktor mit 8 Zoll (20 cm) Öffnung und drei Meter Brennweite, das älteste Teleskop der Sternwarte. Es wurde bereits im Jahresbericht für 1894 der Karlsruher Sternwarte erwähnt.
  • Das Bruce-Teleskop (benannt nach der Stifterin) ist , ein Doppelrefraktor, bestehend aus zwei 40 Zentimeter Teleskopen mit zwei Meter Brennweite für die Fotografie. Mit dem Bruce-Teleskop machte Max Wolf zahlreiche Aufnahmen, auf denen kleine bewegliche Himmelskörper entdeckt wurden wie Asteroiden und dgl.
  • Ein Ritchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop der Firma Carl Zeiss mit 75 Zentimeter Hauptspiegeldurchmesser und sechs Meter Brennweite, das 1977 in Betrieb genommen wurde.
  • Ferner ein Cassegrain-Teleskop mit 70-Zentimeter-Hauptspiegel und 5,6 Meter Brennweite aus eigener Fertigung, das Waltz-Teleskop, ein Schmidt-Teleskop (ein spezielles Spiegelteleskop) aus eigener Fertigung mit 40 Zentimeter Durchmesser und 90 Zentimeter Brennweite und ein weiteres Cassegrain-Teleskop mit 50-Zentimeter-Hauptspiegel und 6,95 Meter Brennweite.

Kooperation mit Sternwarten in anderen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Himmel über Heidelberg aus mehreren Gründen für die meisten wichtigen Beobachtungen nicht mehr genutzt erden kann (Unruhe der Atmosphäre, Staub in der Luft und vor allem die Lichtverschmutzung durch die nahe Großstadt), werden seit einiger Zeit viele der Beobachtungen an Standorten in anderen Ländern mit günstigeren Bedingungen gemacht.

  • Das Oberservatorium „H.E.S.S.“ (High Energy Sterescopic System) in Namibia
  • das „LBT“ (Large Binocular Telescope) in Arizona, USA
  • Das Calar-Alto-Observatorium in Südspanien, für das die Landessternwarte z. B. zwei Spektrografen gefertigt hat
  • im Bau: ein Observatorium der Europäischen Südsternwarte in Chile mit dem weltweit größten Teleskop (39 Meter Spiegeldurchmesser, bisher lag die Grenze des Machbaren bei ca. 10 Metern). Auch für dieses Teleskop baut die Landessternwarte einen Spektrografen.[1]


Adresse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nächste Haltestelle: Königstuhl (H)
Landessternwarte Heidelberg
Königstuhl 12
69117 Heidelberg

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Einer der größten Astronomie-Standorte Europas“, in: Rhein-Neckar-Zeitung vom 17. Oktober 2017 (Blick in die Stadtteile)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]