St. Michael Insheim

Aus dem Rhein-Neckar-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
von der Straße aus gesehen

Die Insheimer katholische Kirche St. Michael befindet sich in der Hauptstraße 72. Sie ist Teil der Pfarrei Pfarrei Hl. Laurentius Herxheim.

Inventar[Bearbeiten]

Die insgesamt 4 Kirchenglocken sind in den Tönen e, g, a und c gestimmt und tragen die Namen Christkönig, St. Maria, St. Michael und St. Josef.

Die Kanzel trägt Reliefs der Apostel Paulus und Petrus und ist wie der Hochaltar aus Sandstein gefertigt, welcher wie die Kirche insgesamt Elemente des Jugendstils aufweist. Der Ambo hingegen besteht aus Marmor.

Daneben gibt es einen Marienaltar und einen Josephsaltar, die beide Statuen aus dem Rokoko enthalten. Weitere Statuen zeigen den heiligen Michael (gefertigt zwischen 1910 und 1915 an der Königlich-Bayerischen Hofkunstschule), eine Marienfigur, eine Herz-Jesu-Darstellung, die Evangelisten Lukas und Johannes und das Jesuskind auf einer Weltkugel.

Eine malerische Gestaltung des heiligen Michael stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Kreuzweg entstand 1943 durch den Künstler Riemann. Das Altarbild mit dem Titel „Gnadenstuhl“ ist in blau gehalten. Die Orgel stammt aus der Werkstatt Scherpf.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit Ende des 17. Jahrhunderts wurde die einzige im Ort existierende Kirche simultan von evangelischer wie katholischer Gemeinde genutzt, was für beide zunehmend unbefriedigender wurde. 1895 wurde ein katholischer Kirchenbauverein gegründet, welcher zum Ziel hatte, einen eigenen Kirchenbau zu verwirklichen.

1912 war schließlich genug Geld vorhanden und die Planung abgeschlossen, so dass mit dem Bau des vom Landauer Architekten Albert Boßlet entworfenen Jugendstilgebäudes begonnen werden konnte. Verwendet wurden überwiegend Materialien aus einem Steinbruch bei Frankweiler. Am 4. Juni 1914 wurde die Kirche durch den Speyerer Bischof Michael Faulhaber geweiht.

Die beiden Weltkriege überstand die Kirche unbeschadet, allerdings musste das Geläut zu Kriegszwecken abgegeben werden und konnte erst Anfang der 1950er Jahre ersetzt werden.

1959 wurde erstmals eine tiefgreifende Renovierung durchgeführt. 1989 erfolgte abermals eine Renovierung, bei der ein neuer Altar, den der Passauer Künstler Hafner geschaffen hatte, sowie ein neuer Ambo eingebracht wurde.

2014 wurden anlässlich einer neuerlichen Instandsetzung nicht nur die Elektrik und der Turm erneuert, sondern auch das Innere neu gestaltet. Das alte Altarbild wich einem dezenteren Bild, wie auch generell neue, zurückhaltende Farben für den Innenanstrich verwendet wurden.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]