UnterwegsTheater

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Das UnterwegsTheater ist ein freies Theater in Heidelberg mit dem Schwerpunkt Tanz, also eigentlich ein Tanztheater. Es wurde 1988 von Jai Gonzales, Bernhard Fauser und Wal Mayans gegründet. Man wollte zwischen Tanz, Akrobatik und Schauspiel eine eigene szenische Sprache finden. Zahlreiche Auftritte auf Festivals in Spanien, Japan und Lateinamerika und dabei gewonnene Preise zeigten, dass das Konzept aufging. 1990 mietete das Ensemble eine leerstehende Werkstatt am Hauptbahnhof. Hier konnte man eigene Produktionen erarbeiten und Gäste auftreten lassen. Nun konnte man auch ein Festival als Forum des zeitgenössischen Tanzes in der Region konzipieren und organisieren. 1991 startete, unterstützt von der Stadt Heidelberg, "Tanz International". 1993 wurde die "Pro-B-Bühne" am Hauptbahnhof als Spielstätte des UnterwegsTheaters eröffnet. Seit den späten 90er Jahren kooperierte das Ensemble zunehmend mit dem Stadttheater Heidelberg. Um 2000 war die Klingenteichhalle Übergangsdomizil, dieses musste man im Februar 2004 allerdings wieder verlassen. Seit 2004 fand das Festival Art Ort statt, mit dem der öffentliche Raum erobert werden sollte, von der Straßen-Unterführung bis zur Bahnstadt.

Die Odyssee des UnterwegsTheaters fand erst ein Ende, als der Gemeinderat im Juli 2009 einen zinslosen Kredit für den Ausbau einer Halle in der Hebelstraße bewilligte und das Theater einen mehrfach verlängerbaren Mietvertrag abschließen konnte. Zusammen mit Nanine Linning und ihrer Tanzkompanie, dem Tanzensemble des Heidelberger Theaters, hat das UnterwegsTheater eine "TANZ-Allianz" geschmiedet mit dem Ziel, ein Choreografisches Zentrum zu gründen und alle zwei Jahre ein Tanzfestival, die Heidelberger Tanzbienneale zu veranstalten. Im neuen Zentrum sollen Künstler, deren Bewerbung Erfolg hat, sechs bis acht Wochen dort leben, arbeiten und anschließend das Ergebnis ihrer Arbeit präsentieren können. Kurz- und mittelfristig strebt das UnterwegsTheater vor allem die Stärkung der Tanzszene in Baden-Württemberg an, da - beispielsweise gegenüber Nordrhein-Westfalen oder Berlin - erheblicher Nachholbedarf besteht. Man versteht sich selbst als "Produktionstheater", als einen Ort, an dem Kunst neu entsteht, im Gegensatz zu einem "Verkaufstheater", das eingekaufte Produktionen bietet (Beispiel: die Kampnagelfabrik in Hamburg). [1]

Adresse[Bearbeiten]

aha-UnterwegsTheater-ggmbh
Büro: Bernhard Fauser und Jai Gonzales
Hauptstraße 88
69117 Heidelberg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gespräch mit Bernhard Fauser, Wir bringen die Politik zum Tanzen, Rhein-Neckar-Zeitung vom 18. Juni 2013 Seite 13

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Webpräsenz „UnterwegsTheater“