Vögele AG

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Der Straßenbaumaschinenhersteller Vögele hat seinen Sitz seit 2010 in Ludwigshafen am Rhein, zuvor war die Firma seit ihrer Gründung durch Ulrich Joseph Vögele 1836 in Mannheim ansässig gewesen.

U. J. Vögele begründete seine Schmiedewerkstatt zunächst in der Mannheimer Innenstadt. Als die Werkstatt, die sich auf Eisenbahnbedarf konzentrierte, expandierte, wurde jedoch mehr Platz benötigt. Der neue Standort am Neckar wurde 1874 das Gelände, das dann bis zum Umzug 2010 genutzt wurde.

Der Sohn des Gründers, Heinrich Vögele, baute in L 5, 6 in der Nähe des Schlosses eine repräsentative Villa und demonstrierte damit den wirtschaftlichen Erfolg der Firma Vögele.

Vögele produzierte unter anderem Drehscheiben, Stellwerke und vor allem Eisenbahnweichen. 1890 war man der größte Weichenhersteller Europas.

Nach dem ersten Weltkrieg wurden auch Maschinen für den Straßenbau gebaut. Nach 1933 ging es steil bergauf. Das NS-Straßenbauprogramm, vor allem der Autobahnbau, begünstigte die weitere Expansion des Unternehmens. 1939 beschäftigte Vögele 900 Arbeiter, später wurde die Produktion unter anderem von 200 Zwangsarbeitern aufrechterhalten. Teile des Werks wurden im Krieg durch Bomben zerstört.

In den Sechziger Jahren war Vögele wieder der führende Herseller von Straßenbaumaschinen. 1986 wurde die Mehrheit der Aktien an die Wirtgen-Gruppe verkauft, die 2002 die noch verbliebenen Anteilseigner abfand ("Squeeze out") und seither alleiniger Inhaber ist.

2008 gab die Unternehmensleitung den beabsichtigten Umzug nach Ludwigshafen bekannt. Der Wegzug wurde von der Stadt Mannheim als schwerer Schlag empfunden, inzwischen sieht man auch die Chancen durch das Freiwerden eines attraktiven Geländes, das zu einem "Bildungs-Viertel" entwickelt werden soll, soweit es nicht von der Feuerwehr benötigt wird.

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