Wilhelm Staubach

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Wilhelm Staubach (* 1851, † 31. März 1928) war ein Lehrer, Postagent und Ehrenbürger in Obrigheim (Baden).

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Staubach kam im September 1886 von Epfenbach, wo er als Lehrer tätig war, nach Obrigheim, um die dortige Lehrerstelle anzutreten. Er brachte seine Frau Sophie und seine beiden Kinder Ferdinand (* 1874) und Helene (* 1876) mit.

Zusammen mit der Hauptlehrertätigkeit übernahm Staubach das Amt des Organisten in der Kirche St. Laurentius und gründete bald nach seinem Amtsantritt den katholischen Kirchenchor.

Ab 1888 übernahm er für mehrere Jahrzehnte den Vorsitz des Obrigheimer Kriegervereins.

Mit Einführung der Morsetechnik in der Obrigheimer Postagentur übernahm Staubach diese im Jahr 1889. Wegen seiner Lehrertätigkeit übernahmen seine Frau und später seine Tochter Helene wiederholt die Vertretung. In der Postagentur, die sich im Lehrerhaus befand, war ab 1901 auch der erste Obrigheimer Fernsprecher eingerichtet.

1904 starb Sophie Staubach, und Wilhelm heiratete 1907 erneut. Als seine zweite Frau 1909 ebenfalls verstarb, wurde es für Staubach immer schwerer, Lehreramt und Postagentur gleichzeitig zu versehen, trotzdem dass seine Haushälterin und später dritte Ehefrau Emma Seyfried die Postagentur vertretungsweise übernahm. Deshalb und aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustandes gab er 1911 die Postagentur ab.

Im selben Jahr wurde ihm anlässlich seines 25-Jährigen Dienstjubiläums als Hauptlehrer die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Ein Fenster der katholischen Dorfkirche St. Laurentius wurde von Wilhelm Staubach gestiftet.