Madenburg

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Außenansicht der Madenburg

Die Madenburg bei Eschbach ist eine der größten Burgruinen der Pfalz. Sie liegt etwa 250m oberhalb von Eschbach auf einer Höhe von 558m über dem Meeresspiegel. Sie befindet sich in Privatbesitz und ist daher nur begrenzt zugänglich.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine „Jungfrauenburg“ wird erstmals 1076 genannt, die nach derzeitigem Forschungsstand wenig später ans Bistum Speyer überging. Sie wurde im frühen 11. Jahrhundert vermutlich als Reichsburg erbaut. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1176. In den 1240er Jahren hatten die Leininger die Burg und mit ihr unter anderem Eschbach, Ranschbach, Waldrohrbach, Arzheim und Nußdorf zum Lehen. Um 1275 erwarben die Leiniger die Burg zum Eigentum. Über komplizierte Erbregelungen gelangte sie ab 1371 an mehrere Adelshäuser. Zwischen 1372 und 1516 wechselte der Besitz wiederholt, ehe sie an die Bischöfe von Speyer fiel, welche sie zu einem bischöflichen Amtssitz ausbauten.

Der Bau der Burgkapelle ist nicht datierbar. Erstmals erwähnt wird sie 1415.

Im Bauernkrieg 1525 wurde die Anlage stark beschädigt, und in der Folgezeit kam es zu massiven Bautätigkeiten. Erhalten ist noch der „Phillippsbau“ aus dem Jahr 1550, der als Wachlokal und Archiv diente. Kurz danach wurde die Burg allerdings erneut beschädigt. Vom „Eberhardsbau“ aus dem Jahr 1593 sind noch die Treppentürme erhalten. Der Rest wurde wie der größte Teil der bis dahin intakten Burg 1680 zerstört, nachdem französische Truppen auf sie Anspruch erhoben und besetzt hatten. Was erhalten blieb, diente in der Zeit danach als Steinbruch, da der Amtssitz nach Arzheim verlegt wurde und kein Bedarf mehr für die Burg bestand.

Im Jahr 1800 wurde die Burg zum „Nationalgut“ erklärt und an vier Bürger aus Landau versteigert. Zweieinhalb Jahrzehnte später wurde Burg und Berg an 38 Personen aus Eschbach verkauft.

1922 baute und eröffnete der 1870 gegründete „Madenburgverein“ eine Burgschänke innerhalb der Anlage. Bereits zuvor hatte der Verein kleinere Baumaßnahmen vorgenommen. 1935 wurde im „Phillippsbau“ ein Burgmuseum eröffnet. Es hatte nur zehn Jahre Bestand. Da es allerdings das erste seiner Art in der Pfalz war, hatte es eine gewisse Modellfunktion. 1954 wurde erneut ein Burgmuseum eingerichtet, aber in den 1970er Jahren wieder geschlossen.

Umfangreiche Sicherungs- und Bauarbeiten begannen ab 1994. Im Zuge dessen wurde das „Zeughaus“ ausgebaut und 2002 als neues Burgmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 2015 wurde ein Brunnenrad eingeweiht, welches nach historischem Vorbild entstand.

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • April bis Oktober: täglich außer montags: 10:30 Uhr bis 20 Uhr (bei schlechten Wetter nur bis 17 Uhr)
  • November bis März: 11:30 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Fällt der Montag auf einen Feiertag, ist die Burg am darauffolgenden Dienstag geschlossen.

Lage[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]