Karlstor: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Das Karlstor wurde von [[1775]] bis [[1781]] durch den kurfürstlichen Hofrchitekten [[Nicolas de Pigage]] zu Ehren des [[Kurfürst]]en [[Karl Theodor]] auf Kosten der Gemeinde Heidelberg errichtet. Das damalige äußere Obertor (Neckargemünder Tor) war baufällig geworden und sollte als östliches Stadttor durch das Karlstor ersetzt werden. Das innere Obertor, die Jakobspforte, war bereits 1750 abgetragen worden.   
Das Karlstor wurde von [[1775]] bis [[1781]] durch den kurfürstlichen Hofarchitekten [[Nicolas de Pigage]] zu Ehren des [[Kurfürst]]en [[Karl Theodor]] auf Kosten der Gemeinde Heidelberg errichtet. Das damalige äußere Obertor (Neckargemünder Tor) war baufällig geworden und sollte als östliches Stadttor durch das Karlstor ersetzt werden. Das innere Obertor, die Jakobspforte, war bereits 1750 abgetragen worden.   


Das Karlstor diente auch der Demonstration der Macht des Kurfürsten und seiner angeblichen Beliebtheit bei den Bürgern. Karl Theodor galt als großzügiger Förderer von Wissenschaft und Kunst. Nach französischem Vorbild hatte er begonnen, das noch aus dem Mittelalter stammende Fernstraßennetz auszubauen und in diesem Zusammenhang zwischen [[Mannheim]] und [[Mosbach]] eine Eilpoststrecke errichten lassen. In den größeren Städten an dieser Linie wie Mannheim, [[Neckargemünd]] und Heidelberg, sollten "Ehrenpforten" entstehen, mit denen Kurfürst Karl Theodor geehrt werden sollte.  
Das Karlstor diente auch der Demonstration der Macht des Kurfürsten und seiner angeblichen Beliebtheit bei den Bürgern. Karl Theodor galt als großzügiger Förderer von Wissenschaft und Kunst. Nach französischem Vorbild hatte er begonnen, das noch aus dem Mittelalter stammende Fernstraßennetz auszubauen und in diesem Zusammenhang zwischen [[Mannheim]] und [[Mosbach]] eine Eilpoststrecke errichten lassen. In den größeren Städten an dieser Linie wie Mannheim, [[Neckargemünd]] und Heidelberg, sollten "Ehrenpforten" entstehen, mit denen Kurfürst Karl Theodor geehrt werden sollte.  
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Im nördlichen Torturm hat seit Anfang der 1990er Jahre der Heidelberger Maler [[Werner Schaub]] sein Atelier, nachdem er aus der dann abgerissenen ehemaligen Schokoladenfabrik Haaf in Ziegelhausen ausziehen musste. <ref>Oliver Richter, ''Ein Geschenk an den "besten aller Kurfürsten", RNZ vom 27. Oktober 2015, Beilage ''Blick in die Stadtteile''</ref>
Im nördlichen Torturm hat seit Anfang der 1990er Jahre der Heidelberger Maler [[Werner Schaub]] sein Atelier, nachdem er aus der dann abgerissenen ehemaligen Schokoladenfabrik Haaf in Ziegelhausen ausziehen musste. <ref>Oliver Richter, ''Ein Geschenk an den "besten aller Kurfürsten", RNZ vom 27. Oktober 2015, Beilage ''Blick in die Stadtteile''</ref>
<!--== Literatur ==-->
== Zeitungsartikel ==
* Manfred Bechtel, ''Triumphtor oder abenteuerliche Steinmasse'', in: Rhein-Neckar-Zeitung vom 6. Oktober 2020 (Blick in die Stadtteile). Bechtel erwähnt den Unmut von Heidelberger Bürgern über die hohen Baukosten. Als das Tor fertig war, war Carl Theodor bereits nach München verzogen. Die Ehrung konnte ihren Zweck somit nicht mehr erfüllen.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
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== Weblinks ==
* {{Wikipedia2|Karlstor_(Heidelberg)|Karlstor (Heidelberg)}}


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[[Kategorie:Bauwerk (Heidelberg)]]
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[[Kategorie:Hauptstraße Heidelberg]]
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