Katholische Kirche Zeiskam

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Das Kirchenäußere im Jahr 2011
Kreuz an der Nordseite der Kirche

Die Katholische Kirche Zeiskam St. Bartholomäus ist eine Kirche in Zeiskam. Einmalig in der Pfalz ist die um 1755 erbaute Kanzel im Rokokostil.

Das Kirchengebäude steht auf dem sogenannten Kirchberg, auf dem sich im 12. und 13. Jahrhundert der Stammsitz der Edlen von Zeiskam befand.

Zur Kirche gehörte viele Jahrzehnte lang das 1917 in eine ehemaligen Gaststätte eingezogene Schwesternhaus St. Josef.

Geschichte des Gebäudes[Bearbeiten]

Der Bau des Gebäudes erfolgte in den Jahren 1754 und 1755. An gleicher Stelle stand zuvor bereits eine Kirche, die an mehreren Stellen dermaßen einsturzgefährdet war dass sie abgerissen werden musste. In den neuen Kirchenbau übernommen wurde ein Altar aus dem Jahr 1691.

Die Besonderheit am Kirchenbau war, dass sie gemeinschaftlich von evangelischer und katholischer Gemeinde errichten wurde. Das vollendete Kirchenhaus diente zunächst dementsprechend als Simultankirche. Über dem Hauptportal wurde die Inschrift Catholiki et Reformati has aedes pariter erigebant angebracht.

Durch die Ereignisse der Französischen Revolution in Mitleidenschaft gezogen, mussten 1794 Fenster und Stühle neu angeschafft werden. Ein neues Geläut erhielt die Kirche 1812, sechs Jahre später wurde eine neue Orgel angeschafft und 1830, als Abschluss von zwei Jahre zuvor begonnenen umfangreicheren Reparaturmaßnahmen, erhielt die Kirche eine neue Uhr. Im selben Zusammenhang wurden zudem zwei weitere Altäre angeschafft. Alle drei Altäre wurden jedoch 1890 wieder entfernt um neuromanischen Exemplaren Platz zu machen.

Eine weitere größere Renovation begann 1969 mit dem Neubau einer größeren Sakristei. Sie setzte sich im nächsten Jahr mit der Turmsanierung fort und fand 1972 ihren Endpunkt in einer umfassenden Innenrenovation bei der neben einem neuen Marmorboden die 1890 eingebrachten Altäre wieder entfernt wurden. Sie wurden durch barocke Altäre aus anderen Kirchen ersetzt.

Eine Neonlampe, die zetweise über dem Hauptortal angebracht war, wurde spöter wieder entfernt und durch zwei dezentere Lampen links und rechts des Eingangs ersetzt. Lampen gleicher Baurart wurden am Seitaneingang angebracht, wo sich zuvor keine Beleuchtung befunden hatte.

Pfarrer[Bearbeiten]

Grabstein von Pfarrer Leopold Josef Herrmann
  • 1727-1757: Joh. Heinrich Döring
  • 1802-1811: Josef Schöpf
  • 1817-1841: Herrmann Eberhard
  • 1855-1868: Friedrich Ries
  • 1868-1877: Josef Klatterfeld
  • 1877-1883: Peter Rinkes
  • 1883-1886: Anton Schauder
  • 1886-1901: Johannes Busch
  • 1901-1909: Adam Eichhorn
  • 1909-1925: Leopold Josef Herrmann
  • 1925-1937: Nikolaus Acker
  • 1937-1947: Josef Fuder
  • 1947-1963: Josef Glaser
  • 1963- nach 1974: Josef Schäfer
  • Bernhard Braun
  • Harald Fleck
  • seit 2011: Thomas Bruchert

Messezeiten[Bearbeiten]

  • Mittwochs: 08.30 Uhr
  • Freitags: 18.00 Uhr (im Winter) bzw. 19.00 Uhr (im Sommer)
  • Samstags: 18.00 Uhr (im Winter) bzw. 19.00 Uhr (im Sommer)
  • Sonntags: 09:00 Uhr und 10:30 Uhr

Lage[Bearbeiten]

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