Walter Stallwitz

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Der Mannheimer Maler Walter Stallwitz, aufgenommen am 12.03.13.
Gemälde "Wasserpfützen" von W. Stallwitz, 2007
Walter Stallwitz, „Verflochten“, Acryl auf Leinwand, 2010

Walter Stallwitz (*28. April 1929 in Mannheim) ist ein deutscher Künstler.

Stallwitz lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Mannheim. Sein Atelier befindet sich seit 1958 in der historischen Sternwarte.

Leben[Bearbeiten]

Von 1946 bis 1950 studierte er Malerei an der Freien Akademie Mannheim bei Prof. Paul Berger-Bergner und Prof. Carl Trummer. 1956 war er an der Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka, der ihm bescheinigte, „künstlerisch zu Hoffnungen bereichtigt“ zu sein, „falls er nicht verhungert im prosperierenden Deutschland". 1964 und 1966 folgten Studeinreisen nach Indien und Marokko. 1985 gehörte er zu den Mitbegründern der erneut ins Leben gerufenen Freien Akademie Rhein-Neckar (heute Freie Kunstakademie Mannheim), an der er dann bis 2004 Zeichnen unterrichtete. Viele Künstler der Region wurden durch ihn zeichnerisch ausgebildet, so z. B. Holger Krämer, Tanja Vetter, Alexander Ginter usw.

1993 wurde ihm das Bundesverdienstkreuzes verliehen, welches er jedoch im folgenden Jahr aus politischen Gründen (Unzufriedenheit mit der Asylpolitik der Bundesregierung) zurück gegeben hat.

Im umfangreichen Werk des Künstlers nehmen mehrere Themen eine zentrale Rolle an: Die Vereinsamung des Menschen, die „Menschfindung“, das Verhältnis zur dinglichen Welt, die Umweltbelastung bzw. –Zerstörung. Bezüge zu aktuellen politischen Ereignissen verarbeitet er in seinen „engagierten“ Bildern. Typisch für sein Schaffen waren in den 1970-er Jahren die „Schattenbilder“, in den 1980 und 1990-ern Jahren die Interieur-Bilder. Dieselben Themen und Motive tauchen im seinem Werk jedoch kontinuierlich immer wieder auf.

Walter Stallwitz ist unter anderem auch als Portraitist bekannt, z. B. mit Bildnissen von bekannten Personlichkeiten wie Willy Brandt, Günter Grass, Hilde Domin, Pof. Heinz Fuchs, Robert Häusser usw.

Er ist Mitglied im Künstlerbund Rhein-Neckar und Senatsmitglied der Freien Akademie der Künste, Mannheim.

Ausstellungen (Auswahl aus der Region)[Bearbeiten]

Werke im öffentlichen Besitz[Bearbeiten]

Preise[Bearbeiten]

  • 1957 Kunstpreis der Jugend von Baden-Württemberg
  • 1978 Bronzemedaille der polnischen UNESCO-Kommission für bildende Künste
  • 1990 Silberne Ehrennadel der Mannheimer Abendakademie

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Fuchs: Walter Stallwitz, Städt. Kunsthalle Mannheim 1970 (Katalog)
  • Heinz Fuchs u. a.: Walter Stallwitz - Portraits 1947 - 1979, Mannheim 1979 (Katalog)
  • Paul Berger-Bergner und seine Schüler. Städtische Kunsthalle Mannheim, 1979 (Katalog)
  • Manfred Fath: Gemälde - Zeichnungen 1970 - 1986, Ludwigshafen 1986 (Katalog)
  • Manfred Fath u. a.: Kat. Walter Stallwitz - Gemälde und Zeichnungen, Städt. Kunsthalle Mannheim 1992 (Katalog)
  • Der Brockhaus Mannheim. 400 Jahre Quadratestadt - das Lexikon. Mannheim, 2006
  • Photography meets Artists. Das Porträt in der Verwandlung. Dtsch./Engl. Hrsg.: Jo Goertz, 2009, Kerber Verlag
  • Tilmann Moser, Kunst und Psyche: Bilder als Spiegel der Seele, Belser Verlag, 2010
  • Zeitspuren: Walter Stallwitz - Leben und Werk. Hrsg. Dimitar Nedev, Wellhöfer Verlag, Mannheim, 2015 (ISBN-10: 3954281813, ISBN-13: 978-3954281817)
  • Nino Pennino: Eine besondere Sportgruppe um Stallwitz. HÖLLverlag, 2018

Weblinks[Bearbeiten]