Franziska Brantner

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Franziska Brantner (*24. August 1979) ist eine Politikerin der "Grünen".

Biografie[Bearbeiten]

Nach ihrem Abitur am Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg war Brantner ein Jahr lang bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv und Washington tätig. Danach studierte sie Politikwissenschaft an der Sciences Po in Paris und an der Columbia University’s School of Public and International Affairs (SIPA) in New York. Anschließend promovierte sie 2010 an der Universität Mannheim über die Reformfähigkeit politischer Institutionen am Beispiel der Vereinten Nationen. Währenddessen arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Wissenschaft II von Thomas König und erhielt einen Lehrauftrag für Internationale Politik.

Sie war als Beraterin beim United Nations Development Fund for Women (UNIFEM) tätig, wo sie die Erarbeitung des EU- Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates begleitete. Außerdem war sie Mitautorin einer Studie für den europäischen Think Tank European Council on Foreign Relations (ECFR) über die EU-Menschenrechtspolitik bei den Vereinten Nationen. Für die Bertelsmann-Stiftung arbeitete sie in Brüssel zum Thema europäische Außenpolitik und europäische Antworten auf die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Von 2009-2013 war Brantner Abgeordnete im Europäischen Parlament. Seit 2013 sitzt sie für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Franziska Brantner lebt in Heidelberg und in Berlin. Sie hat eine Tochter.

Politik[Bearbeiten]

Bereits seit ihrem 15. Lebensjahr war sie in Freiburg politisch aktiv. Später war sie auch im Landes- und Bundesvorstand der Grünen Jugend vertreten. Brantner war Mitglied einer Friedens- und Sicherheitspolitischen Kommission von Bündnis 90/Die Grünen und gehörte zu den Autoren des grünen Europawahlprogrammes. Am 15. Juli 2008 wurde sie als Mitglied des Heidelberger Kreisverbandes als Kandidatin für die Europawahl im Juni 2009 nominiert. Sie kandidierte auf Platz 11 der Bundesliste von Bündnis 90/Die Grünen und errang eines der insgesamt 14 von den deutschen Grünen erreichten Mandate der Partei im Europäischen Parlament, das sie bis zur Wahl in den Bundestag innehatte.

Im Europaparlament war sie außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA. Sie war Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und stellvertretendes Mitglied des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung, des Frauenrechts- und Gleichstellungsausschusses sowie des Haushaltsausschusses.Das Fachmagazin Diplomatic Courier nahm damals Franziska Brantner in seinem jüngsten Ranking in die Spitzengruppe der jungen außenpolitischen Entscheidungsträgerinnen und -träger auf.[1]

2013 wechselte Brantner von Brüssel nach Berlin. Sie kandidierte für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Heidelberg und schaffte mit Listenplatz 9 der baden-württembergischen Landesliste und 12.3% der Erststimmen den Einzug in den Bundestag. In der 18. Legislaturperiode (2013-2017) war sie kinder-und familienpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion sowie ab 2014 Vorsitzende des Unterausschusses Zivile Krisenprävention. Darüber hinaus war sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und im Europaausschuss.

2017 kandidierte Brantner erneut für den Bundestag, und zog wieder über die Landesliste (Listenplatz 9) ein, mit 16,7% der Erststimmen. In der 19. Legislaturperiode ist Brantner europapolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion und Mitglied im Europaausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Außerdem ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion.

Brantners thematische Schwerpunkte sind die Europapolitik und die Außen-und Menschenrechtspolitik vor allem in der MENA Region. Sie arbeitet dabei häufig zu Syrien und Ägypten. Außerdem stehen die deutsch-französischen Beziehungen und frauenpolitische Themen im Fokus Ihrer Aufmerksamkeit


Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Webpräsenz „Franziska Brantner“

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://www.diplomaticourier.com/2011/09/06/top-9-dr-franziska-brantner/, Diplomatic Courier, 06.09.2011, abgerufen am 08. März 2018.