Herren von Helmstatt

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Die Herren von Helmstatt waren ein verzweigtes Adelsgeschlecht im Rhein-Neckar-Raum, dass vom Mittelalter bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches eine gewisse Bedeutung hatte.

Die Familie ist verzweigt in zahlreiche Linien, die in späterer Zeit zur Unterscheidung dem Stammsitz der jeweiligen Linie als Zusatz tragen. Die bedeutendste Linie der Familie entwickelte sich in Neckarbischofsheim, wo sich heute noch drei Schlossbauten befinden.

Die Hauptlinie, benannt nach ihrem Sitz in Helmstadt hatten dieses ab dem 13. Jahrhundert als kurpfälzisches, Lehen, später als Reichslehen. Ihren Stammsitz verlor die Familie mit dem kinderlosen Tod von Wolf Adam von Helmstatt im Jahr 1694, wogegen auch die Klage der Bischofsheimer Linie nichts ausrichten konnte.

Zu den zahlreichen Besitztümern der Familie gehörte zwischen 1624 und 1950 auch die Tiefburg in Heidelberg-Handschuhsheim.

Die Asbacher Linie[Bearbeiten]

Ritter Gerung von Helmstatt d.Ä. erhielt 1344 von Speyrer Fürstbischof Besitzungen unter anderem in Asbach zum Lehen. Einige der Besitzungen in Helmstadt, die Gerung zu dieser Zeit noch hatte, verkaufte er an seinen Bruder, um den Bau einer Burg in Asbach zu finanzieren.

1356 räumte Gerung d.Ä. Kurfürst Ruprecht I. das Öffnungsrecht dieser Burg ein, was bedeutete dass der Kurfürst die Burg jeder Zeit als Stützpunkt nutzen konnte, was in späteren Jahren auch geschah.

Gerung hatte fünf Kinder, von denen vier kinderlos starben. Darunter auch Sohn Raban, der als letzter der Asbacher Linie Besitzungen in Helmstadt hatte, die er 1358 an eine andere Line verkaufte. Ein weiterer Sohn, Gerung d.J. sollte vermutlich die Asbacher Burg als Stammsitz übernehmen, was nach seines Vaters Tod jedoch nicht geschah. Vermutlich weil Bau und Unterhalt der Burg teurer waren als veranschlagt, ging die Burg 1366 an einen anderen Familienzweig über.

Swicker von Helmstadt d.Ä. bemühte sich 1394 um die Burg Hornberg bei Neckarzimmern, scheiterte jedoch mit seinem Ansinnen. Um 1409 erbte er von seinem Schwager die Burg Dauchstein bei Binau und war außerdem in Besitz der Burg Weiler bei Aglasterhausen. Diese und andere Besitzungen wurden wegen Geldproblemen 1421 an Hans V. von Hirschhorn verkauft. Swicker starb im selben Jahr.

Seine Söhne Hans und Swicker d.J. nahmen im Jahr darauf an einem Feldzug des Fürstbischofes gegen die freie Stadt Speyer teil. Der vermögende Swicker d. J. übersiedelte zur Birg Duttenberg an der Jagst und starb 1436 kinderlos. Bereits zuvor überlies er Dauchenstein seinem Bruder Hans. Dieser verkaufte die Burg jedoch 1448 an Dieter von Bödigheim und starb 1465 kinderlos, womit die Asbacher Linie im Mannesstamm erlosch.

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