Minneburg

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Die mächtige Ruine Minneburg liegt im Neckartal linksseitig auf der Gemarkung des Neckarkatzenbacher Gemeindewaldes direkt oberhalb von Guttenbach im Neckar-Odenwald-Kreis auf dem Gebiet von Baden-Württemberg. Benachbart liegen auf dem anderen Neckarufer Neckargerach und Eberbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Ihre erste urkundlich gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1339, als Eberhardt Rüdt von Collenberg (späterer Sitz Bödigheim) die Burg und die zugehörigen Ländereien, darunter die Orte Guttenbach und Neckarkatzenbach durch seine Heirat erwarb. 1349 verkaufte er diese Besitztümer an Ruprecht I., den Grafen von der Pfalz in Heidelberg. Auf diesem Weg ging die Minneburg 1518 (oder 1521) als Lehen an den Vogt Wilhelm von Habern.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von Truppen Tillys belagert und bis zur Übergabe am 22. März 1622 teilweise zerstört.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts wohnte in der Burgruine ein Einsiedler, Andreas Hilberle († 7. März 1819).

Seit 1970 finden wieder verschiedene Maßnahmen zur Sicherung der Ruine gegen den weiteren Zerfall statt. Viele ehemalige Gebäudeteile lassen sich in Guttenbach nachweisen.

Anlage[Bearbeiten]

Ältester Teil der vorhandenen Burgruine ist ein unregelmäßiges Fünfeck aus Palas, dem so genannten Küchenbau, der Schildmauer und dem Bergfried.

Die Schildmauer ist vom Bergfried durch eine Baufuge getrennt, so dass daraus geschlossen wird, dass die Mauer entweder nach dem Bergfried entstand oder aber eine ältere, gleichzeitig mit dem Bergfried entstandene Mauer ersetzt haben kann.

Der ursprünglich gotische Palas wurde in der Renaissance unter Wilhelm von Habern um den Treppenturm ergänzt und mit Erkern und Ziergiebeln versehen.

Die Burgmauern (Zwinger) sind bergseitig ein guter Schutz der sonst auf dem Bergsporn frei stehenden Anlage. Der Halsgraben zur Landseite liegt vor einer besonders dicken Mauer. Im Norden, Süden und Westen hat sie massive Geschütztürme.

Der Zugang erfolgte nur durch das südöstliche Burgtor über eine Zugbrücke in den Innenhof der Vorburg und erst von dort über einen von Mauern eingefassten steilen Weg in die Kernburg. Es wäre durchaus berechtigt, von einer Festungsanlage zu sprechen.

Die Wasserversorgung erfolgte in Friedenszeiten über eine Zuleitung von einer Quelle aus Richtung Neckarkatzenbach.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Arens: Die Baugeschichte der Burgen Stolzeneck, Minneburg und Zwingenberg. In: Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte, Band 26 (1969)
  • Christoph Bühler: Burgen der Kurpfalz. Bergstraße und Neckartal. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg, 1990. ISBN 3-89426-012-2
  • Jochen Goetze, Werner Richner: Burgen im Neckartal, Braus, Heidelberg 1989, ISBN 3-925835-52-0, Seite 39ff.
  • Rüdiger Lenz: Geschichte der Minneburg, in: Der Odenwald 46 (1999), S. 101-111.
  • Joachim Winkler: Der Einsiedler auf der Minneburg. In: Unser Land, Heimatkalender für Neckartal, Odenwald, Bauland und Kraichgau Jg. 1995.

Weblinks[Bearbeiten]


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