Guttenbach

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Das ehemals selbständige Dorf Guttenbach liegt links vom Neckar am Fuß des Mittelbergs mit der Ruine Minneburg auf dem Gipfel. Im nördlichen Teil der selben weiten Neckarschleife liegt der Hauptort Neckargerach, zu dem es seit 198.. eine Brücke gibt. Dadurch wuchs die nun fest an die Bundesstraße angebundene Gemeinde schnell.

Der Krebsbach mündet in der Ortsmitte von Guttenbach in den Neckar. Er hieß Katzenbach (vgl. auch den in der Gegend relevanten Namen Katzenellenbogen). 1972 wurde Guttenbach Ortsteil von Neckargerach.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 792 wird erstmalig ein Ort Botenbach in einer Schenkungsurkunde, im Lorscher Codex, erwähnt. Etwa seit dem Jahr 1504 heißt dieser Ort Guttenbach. Der damalige Ortsname stammt vermutlich aus dem keltischen und könnte "Sumpf" bedeutet haben.

Die Geschichte des Ortes ist über Jahrhunderte eng mit der Minneburg verknüpft, deren Eigentümer die Ortsherrschaft ausübten. Hier sind insbesondere die Herren von Habern im 16. Jahrhundert zu nennen, die hier auch eine Kirche errichteten.

1939 wurden für Guttenbach 368 Einwohner genannt, Ende 1945 401.

Im November 1944 kam es vorübergehend zu einer Verlagerung der Verwaltung des deutschen KZ-Stammlagers Natzweiler (im annektierten Elsass errichtet) nach Guttenbach. Dies lag wahrscheinlich an der Nähe zu den anderen Außenlagern dieses KZ in der Region. Mit ca. 2.500 Häftlingen war das wenige Kilometer neckaraufwärts im März 1944 eingerichtete Konzentrationslager Neckarelz zum größten Außenkommando geworden. Hauptzweck war deren Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion von Flugzeugmotoren in unterirdischen Stollen in Obrigheim (u.a. für die Fa. Daimler). Auch in Neckargerach wurde ein Nebenlager eingerichtet. Dort erinnert ein Denkmal daran. Aufgrund der harten Arbeits- und Lebensbedingungen gab es zahlreiche Tote. Das Rathaus in Guttenbach und das Schloss im benachbarten Binau wurden Sitz der SS-Kommandantur der gesamten Außenlager des KZ Natzweiler in der Region. Die zugehörige kleinere Fahrbereitschaft der SS befand sich im nahe gelegenen Neunkirchen (Baden) mit einer Werkstatt. Beim Heranrücken der Front zog diese Gesamtkommandantur des längst aufgelösten KZ Natzweiler (vormals im besetzten Frankreich) von Guttenbach aus Anfang März 1945 weiter nach Stuttgart und schließlich nach Dürmentingen bei Ulm.

Gebürtige Guttenbacher[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Karte[Bearbeiten]


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