Schleusenanlage Heidelberg: Unterschied zwischen den Versionen

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==Wasserkraftwerk ==
==Wasserkraftwerk ==
Das [[Unterwasserkraftwerk Heidelberg|Unterwasserkraftwerk]] der Neckar AG liegt am rechten Neckarufer im Oberwasser der rechten Wehrwalze. Von Land aus fällt der Belüftungsschornstein auf. Bis 18 m unter die Wasseroberfläche wurde gebaut. Über den Zulaufkanal drückt Wasser – bis 70m3/pro Sek.- in 2 Turbinen. Die Energie, die durch dieses Gefälle entsteht, wird in einen Generator geleitet, dort in Strom umgewandelt und dann ins Stromnetz eingespeist.
Das [[Unterwasserkraftwerk Heidelberg|Unterwasserkraftwerk]] der Neckar AG liegt am rechten Neckarufer im Oberwasser der rechten Wehrwalze. Von Land aus fällt der Belüftungsschornstein auf. Bis 18 m unter die Wasseroberfläche wurde gebaut. Über den Zulaufkanal drückt Wasser – bis 70m3/pro Sek.- in 2 Turbinen. Die Energie, die durch dieses Gefälle entsteht, wird in einen Generator geleitet, dort in Strom umgewandelt und dann ins Stromnetz eingespeist.
== Wehr und Wehrsteg ==
Das Wehr mit den Walzen von je 40m Breite in drei Feldern wird zwischen vier Pfeilern (vom linken Ufer her durchnummeriert) aufgehängt. Am linken Ufer steht das Betriebsgebäude, das ungefähr die gleiche Höhe erreicht. Sein Bauvolumen ist aber deutlich größer. Alle fünf Bauteile sind vollständig aus roten Buntsand-Werksteinen errichtet und haben Flachdächer aus dem längst grünlich angelaufenen Kupfer.
Die Pfeiler (Windenwerkhäuser) haben an den Seiten Vertiefungen, in denen die Mechanik der Walzen in ein Zahngestänge greifen. Eine Revisionsleiter steht senkrecht. Im Unterschied zu den meisten anderen Windwerkhäusern sind in Heidelberg nur wenige Fensteröffnungen auf der dem Schloss abgewandten Seite angebracht. Der Grundriss der Pfeiler ist hier nicht abgerundet sondern an den Enden ein strenger Keil.
Der Wehrstegkasten liegt auf der nach Oberwasser gerichteten Seite etwas unter der Mitte der Pfeilerhöhe auf. Optisch fällt der Steg dadurch kaum auf. Vom Unterwasser her betrachtet doppelt der Steg die über das Wehr fallende Höhe der Wasserkante noch einmal. Allerdings erst nach einem Abstand, der den Durchblick unter ihm ermöglicht. Wer das Wehr von der Alten Brücke her betrachtet, sieht durch es hindurch den Wasserspiegel des Flusses im Oberwasser. Die am Ufer angelehnte Schleuse ist eine optische Fortsetzung der Kaimauern. Das relativ flache Betriebsgebäude passt mit seinem Material gut zum nahebei stehenden Karlstor und dem in der Landschaft vorherrschenden Gestein.


==Wegeverbindungen==
==Wegeverbindungen==
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