Nationaltheater Mannheim

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Das Nationaltheater Mannheim ist ein Spielhaus mit überregionaler Bedeutung. Im Hauptgebäude am Goetheplatz finden auf den Bühnen Opernhaus und Schauspielhaus Aufführungen von Theaterstücken, Opern, Balett und Konzerte statt. Weitere Spielstätten des Nationaltheaters sind das Schnawwl und das Werkhaus.

Leitung[Bearbeiten]

Das "Mannheimer Modell"[Bearbeiten]

Seit 2013 leiten fünf Intendanten das Nationaltheater Mannheim. Einen Generalintendanten gibt es nicht mehr. Laut Oberbürgermeister Peter Kurz hat sich das Modell bewährt. [1]

Intendant des Schaupiels[Bearbeiten]

Intendant des Schauspiels ist Burkhard C. Kosminski bis August 2018.

Generalmusikdirektor[Bearbeiten]

GMD war von 2009 Dan Ettinger bis 2016[2]. Sein Nachfolger ist seit 2016 Alexander Soddy.

Adresse[Bearbeiten]

Generalintendanz
Nationaltheater Mannheim
Mozartstraße 9
68161 Mannheim
Telefon: (06 21) 1680 0 - Generalintendanz
Telefon: (06 21) 1680 150 - Kartentelefon
Haupt-Spielhaus
Goethestraße
68161 Mannheim

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge des Nationaltheaters Mannheim reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Gegründet wurde das Nationaltheater Mannheim bereits 1777 als Schauspielhaus durch Kurfürst Carl Theodor.

Im 2. Weltkrieg wurde die Hauptspielstätte in B3 am am 5. September 1943 durch Bomben zerstört, ein Neubau wurde 1957 nach Plänen des Architekten Gerhard Weber fertiggestellt.

Nachkriegszeit (1945-1949)[Bearbeiten]

Die Initiative zur Wiederbelebung von Theatern ging, wie in der gesamten amerikanischen Besatzungszone, hauptsächlich von der Besatzungsmacht aus, während sich die Stadtverwaltungen, besonders die in Mannheim, angesichts der Zerstörungen und des Mangels am Notwendigsten zurückhielten. Bei den Amerikanern war als Behörde die DISCC (District Information Control Command) zuständig. Aber auch in Mannheim verbliebene Schauspieler und Musiker des Nationaltheaters machten Vorschläge zur Aufführung von Opern und Theaterstücken. Friedrich Brandenburg, der kurz darauf als Intendant von der Besatzungsbehörde entlassen wurde, stellte die Raumfrage in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und schlug den nur gering beschädigten Ufa-Palast und die Turnhalle des Turn- und Sportvereins 1846 in der Mannheimer Oststadt als Spielstätten vor.

Nachdem der Journalist Carl Onno Eisenbart, als ehemaliger Feuilletonredakteur der Neuen Mannheimer Zeitung ein Kenner des Mannheimer Theaterlebens, Gespräche mit der Manheimer Stadtverwaltung und dem amerikanischen Stadtkommandanten Winning und anderen Besatzungsbehörden hatte, erhielt er am 23. Juli 1945 die entsprechende Lizenz, die ihn autorisierte, das Theaterspiel in Mannheim zu leiten und zusätzlich Theateraufführungen, Opern, Operetten und Konzerte in Heidelberg und Schwetzingen durchzuführen. Es gab allerdings noch Widerstand seitens der Stadtverwaltung, unter den damaligen Umständen (ein großer Teil der Stadt zerstört, schlechte Finanzlage) bereits das Theater wieder zu beleben. So hielt zum Beispiel Hermann Heimerich in einer Stellungnahme die Wiedereröffnung der Volks- und Fachschulen für dringlicher.[3]

Intendanten (Auswahl)[Bearbeiten]

Intendanten[Bearbeiten]

Sanierung[Bearbeiten]

Das Nationaltheater ist sanierungsbedürftig. Ein Neubau wäre zu kostspielig und ein Abriss des bisherigen Gebäudes wäre aus Denkmalschutzgründen nicht zulässig. Ein Ersatzbau an anderer Stelle kommt ebenfalls nicht in Betracht. Die Kosten der Sanierung werden etwa 200 Millionen Euro betragen, die die Stadt Mannheim jedoch nicht aufbringen kann. Falls keine ausreichenden Zuschüsse von Bund und Land kommen, wird das Nationaltheater spätestens am 31. Dezember 2022 schließen müssen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mannheimer Morgen vom 15. April 2016, Seite 31
  2. Gemeindenachrichten Dossenheim, Kultur Regional, 11. Juli 2014
  3. Birgit Pape, Kultureller Neubeginn, S. 273
  4. Oliver Kaiser, Ohne Sanierung fällt 2022 der letzte Vorhang

Weblinks[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

(H)Verkehrstafel Stadt Mannheim, Bezirk Innenstadt/Jungbusch#Nationaltheater