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Burg Wachenburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr [[1900]] wurde die Burg durch den badischen [[Großherzog]] an dessen Kammerdiener Siegmund Graf von Berckheim übertragen, der den Plänen der Studentenvereinigung ablehnend gegenüberstand. Daraufhin erwarb der Convent ein Grundstück unterhalb der Burg, | Im Jahr [[1900]] wurde die Burg durch den badischen [[Großherzog]] an dessen Kammerdiener Siegmund Graf von Berckheim übertragen, der den Plänen der Studentenvereinigung ablehnend gegenüberstand. Daraufhin erwarb der Convent ein Grundstück unterhalb der Burg, jedoch wurden die Baupläne wieder verworfen, da man sich von der darüberliegenden Burg nicht abzusetzen glaubte. | ||
[[1903]] kam erstmals der benachbarte Wachenberg ins Gespräch. Man kam überein, | [[1903]] kam erstmals der benachbarte Wachenberg ins Gespräch. Man kam überein, dass man "etwas Wuchtiges" bauen wolle, verschiedene vorgelegte Pläne scheiterten jedoch an zu hohen Kosten. Der Karlsruher Architekt Artur Wienkoop legte schließlich die Pläne vor, die in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden sollten. Am [[16. Mai]] [[1907]] begann unter Leitung des Weinheimer Bauunternehmers Georg Hopp der Bau des Bergfrieds. Als Baumaterial wurde Porphyr gewählt, der sich vor Ort befand und dort auch bearbeitet werden konnte. Die Bauabschnitte wurden nach und nach vollende: | ||
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Aktuelle Version vom 3. November 2013, 09:17 Uhr
Die Wachenburg ist eine von Studenten gebaute Burg in Weinheim. Sie gilt als beliebtes Ausflugsziel mit Gastwirtschaft.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Weinheimer Senioren-Convent befasste sich 1889 erstmals mit dem Gedanken, ein Denkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Kameraden zu errichten. Ursprüngliche Pläne, sich an einem gerade entstehenden Denkmal der Stadt Weinheim zu beteiligen wurden zugunsten eines eigenen Entwurfes verworfen, indem das Denkmal mit einem Versammlungsort für den Studentenbund verbunden werden sollte. Ab 1896 wurde dafür konkret die Burg Windeck in Betracht gezogen, es wurde ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben.
Im Jahr 1900 wurde die Burg durch den badischen Großherzog an dessen Kammerdiener Siegmund Graf von Berckheim übertragen, der den Plänen der Studentenvereinigung ablehnend gegenüberstand. Daraufhin erwarb der Convent ein Grundstück unterhalb der Burg, jedoch wurden die Baupläne wieder verworfen, da man sich von der darüberliegenden Burg nicht abzusetzen glaubte.
1903 kam erstmals der benachbarte Wachenberg ins Gespräch. Man kam überein, dass man "etwas Wuchtiges" bauen wolle, verschiedene vorgelegte Pläne scheiterten jedoch an zu hohen Kosten. Der Karlsruher Architekt Artur Wienkoop legte schließlich die Pläne vor, die in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden sollten. Am 16. Mai 1907 begann unter Leitung des Weinheimer Bauunternehmers Georg Hopp der Bau des Bergfrieds. Als Baumaterial wurde Porphyr gewählt, der sich vor Ort befand und dort auch bearbeitet werden konnte. Die Bauabschnitte wurden nach und nach vollende:
- am 31. Mai 1908 Bergfried und Ehrenhalle
- am 29. Mai 1909 Wappentor und Burgschänke
- am 12. Mai 1910 Burgtor, Fuchsenturm und äußere Burgmauer
- am 23. Mai 1912 Unterbau des Palas
- am 4. Mai 1913 die übrigen Gebäudeteile
Mit dem 1913 veranstalteten Pfingstreffen galt der Burgbau als abgeschlossen.
Nachdem im Ersten Weltkrieg über 850 Mitglieder des Senioren-Convents ihr Leben verloren hatten, wollte man Namenstafeln für die Gefallenen in der Ehrenhalle anbringen. Da diese dafür jedoch zu klein war, wurde sie abgerissen und 1927/28 in größerer Form errichtet. Mit den Bauarbeiten verbunden war zudem eine Erweiterung der Burgschänke. Die Einweihung der neuen Bauteile wurde am 22. Mai 1928 gefeiert.
1931 wurde die Urne des Weinheimer Ehrenbürgers Aute Bode in der Ehrenhalle beigesetzt.