Worms

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Worms ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz und mit 80.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz nach Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern. Worms gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar.

Gliederung der Stadt[Bearbeiten]

Worms ist in acht Stadtbezirke mit 19 Stadtteilen gegliedert.

Stadtteile[Bearbeiten]

  • Abenheim
  • Heppenheim (an der Wiese)
  • Hermsheim
  • Hochheim
  • Horchheim
  • Ibersheim
  • Leiselheim
  • Neuhausen
  • Pfeddersheim
  • Pfiffligheim
  • Rheindunkheim
  • Weinsheim
  • Wieshoffenheim (an der Wiese)

Ehrenbürger[Bearbeiten]

1870 (15. November)
Graf Otto von Bismarck-Schönhausen, Reichskanzler und Preußischer Ministerpräsident

bedeutende Personen[Bearbeiten]

  • Ludwig Blenker, Kommandeur der Pfälzischen Volkswehr 1849, später US-General im Bürgerkrieg
  • Jüdsche Lehrer: neben Mainz und Speyer gab es im Worms des Mittelalters die wichtigsten Talmudschulen in ganz Europa. Ihre Lehrer waren das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit und Ziel vieler Reisenden. Noch heute kommen Touristen, um Zeugnisse dieser Zeit, wie die Synagoge oder die Friedhöfe zu besuchen.

Tourismus[Bearbeiten]

Weihnachtsmarkt[Bearbeiten]

Most Ancient European Towns Network[Bearbeiten]

Worms gehört mit Köln, Augsburg und Trier zu den ältesten Städten Deutschlands. Es ist einziges deutsches Mitglied im Most Ancient European Towns Network (Arbeitskreis der ältesten Städte Europas).

Ort der Nibelungensage[Bearbeiten]

Worms sieht sich als Ort, der in der Nibelungensage eine wichtige Rolle als Hauptstadt des Nibelungenlandes spielt. Auch einige andere möglicherweise in der Sage gemeinten Ortse liegen im Umfeld der Stadt. Natürlich auch der Rhein als Versteck für den sagenhaften Nibelungenschatz. Es war nur konsequent unter Nutzung der Stadtmauer ein Nibelungenmuseum einzurichten.

Alljährlich finden seit 2001 die Nibelungenfestspiele in Worms statt.

Lutherstadt[Bearbeiten]

Worms zählt zu den Lutherstädten, in denen der deutsche Kirchenreformator Martin Luther gelebt hat oder maßgeblich aufgetreten ist. Gemeint ist hier sein Auftritt beim Reichstag zur Rechtfertigung seiner Sonderlehre und die Flucht danach, um der Reichsacht zu entgehen. Das zu Ehren des Reformators Martin Luther von Ernst Rietschel geschaffene und am 25. Juni 1868 enthüllte Lutherdenkmal in Worms, wo Luther 1521 vor dem Reichstag stand, ist das größte Reformationsdenkmal der Welt.


Mit Speyer und Heidelberg gibt es drei Lutherstädte in der Region.

Jüdischer Friedhof "Heiliger Sand"[Bearbeiten]

Der älteste jüdische Friedhof in Europa, das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1034. Wegen der Gräber berühmter jüdischer Gelehrter des Mittelalters wie des Meir von Rothenburg, aber auch zahlreicher anderer Gelehrter ("Rabbinental") kommen Besucher aus der ganzen Welt, viele legen Steine, zum Teil mit Wünschen auf Zetteln auf die Grabsteine. Es kommen auch viele Schulklassen. Männliche Besucher sollte, da es sich um eine Stätte von religiöser Bedeutung handelt, eine Kopfbedeckung tragen, was aber häufig nicht beachtet wird. Der Friedhof ist für jeden Besucher kostenlos zugänglich. Die vielen uralten Grabsteine, die schmucklos auf einer Rasenfläche stehen, erzeugen eine eigenartige Atmosphäre. Der Friedhof liegt nahe des Domes St. Peter und ist von dort zu Fuß gut zu erreichen.

Wormser Kaiserdom - Krone der Stadt[Bearbeiten]

Der Wormser Dom, auf dem höchsten Punkt der Wormser Innenstadt gelegen, ist das bedeutendste Bauwerk der Wormser Romanik und eng mit dem Namen Bischof Burchards und der Blütezeit der Wormser Stadtgeschichte während des 12. und 13. Jahrhunderts verbunden.

Große Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Dom standen, waren unter Anderem die Papstwahl (Leo IX.) im Jahr 1048, das Wormser Konkordat im Jahr 1122, mit dem der Investiturstreit beendet wurde; der Reichstag zu Worms (1521), während dem sich Martin Luther vor Kaiser Karl V. verantworten musste, was den Bruch in der abendländischen Kirche zur Folge hatte.

Heute ist der Dom eine katholische Pfarrkirche, die 1925 durch den Papst zur „Basilica minor“ erhoben wurde. Dieser päpstliche Ehrentitel soll die Bedeutung einer Kirche für das Umland hervorheben.

Der Dom wurde 1130 bis 1181 erbaut, wobei parallel zum Neubau der Abriss einer frühromanischen Basilika aus dem ersten Viertel des 11. Jahrhunderts erfolgte.

Die Ursprünge des Wormser Domes reichen in die frühchristliche Epoche in spätrömischer Zeit zurück. Aus der Frankenzeit ist der erste Wormser Bischof (Berthulf, 614) überliefert, sein Dom war erheblich kleiner als der heutige.

Wormser Backfischfest[Bearbeiten]

Alt und Jung treffen sich auf der »Kisselswiese« um gemeinsam zu feiern und die besondere Atmosphäre auf dem Festplatz, im Wonnegauer Weinkeller, dem Stiftskeller und in den »Gaadewirtschaften« zu genießen. Es ist die Mischung aus Volks- und Weinfest, die das Backfischfest so unverwechselbar macht. Moderne und traditionelle Fahrgeschäfte, der Duft der Süßwaren und deftiger Mahlzeiten und die guten Tropfen unserer heimischen Winzer schaffen eine einmalige Atmosphäre, die neben uns Wormsern viele Gäste und Besucher von außerhalb anzieht. Im Mittelpunkt unseres Traditionsfestes steht die Wormser Fischerzunft - die älteste Zunft Deutschlands (gegründet im Jahr 1106). Jedes Jahr, am letzten Samstag im August, übernimmt der "Bojemääschter vun de Fischerwääd" (Bürgermeister von der Fischerweide) mit seiner Backfischbraut die Amtsgeschäfte im Rathaus und es beginnt das neun Tage andauernde, größte Wein- und Volksfest am Rhein.


Verkehr[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literarisches / Tourismus


Weblinks[Bearbeiten]

kreisfreie Städte und Kreise der Metropolregion
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