Dossenheim

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Dossenheim ist eine Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis. Sie liegt entlang der Bergstraße zwischen Heidelberg und Schriesheim. Derzeit leben etwa 11600 Einwohner in Dossenheim.

Geschichte

Die Gegend wurde bereits in der Altsteinzeit von Menschen besucht. So fand man einen von Menschenhand eingekerbten Rinderknochen unterhalb der Ruine Schauenburg. Im Gewann Neckarfeld (Grenze Dossenheim/Handschuhsheim) wurden Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung gefunden.

Aus der Bronzezeit stammt ein Depot mit Bronzestücken, vermutlich das Versteck eines Händlers (Badisches Landesmuseum Karlsruhe).

Auf dem Gelände der Evangelischen Kirche fand man 1930 und 1960 Handmühlsteine aus Porphyr, die wahrscheinlich aus der Keltenzeit stammen.

Während der Herrschaft der Römer entstanden, wie im ganzen Südwesten Deutschlands, auch auf Dossenheimer Gemarkung römische Landgüter (villae rusticae), so im Gewann Grünheck, im Gewann Weiheräcker und im Ortsteil Schwabenheim im Gewann Sandacker.

Auf die Herrschaft der Römer folgte die Besiedlung durch Alemannen und ab dem Ende des 5. Jahrhunderts durch Franken. Aufgrund des Ortsnamens (Endung auf "-heim") nimmt man an, dass die Gründung Dossenheims auf die Zeit der alamannisch-fränkischen Landnahme zurückgeht. [1]

Beim Bau des Lehrerwohnhauses durch die Gemeinde im Alemannenweg 1 wurde 1955 ein fränkisches Frauengrab gefunden. Es konnte festgestellt werden, dass die dort bestattete Frau um 450 geboren worden war, also zur Zeit Attilas. Der Schädel war durch Schnürung im Kleinkindalter nach Sitte der damaligen Steppennomaden defotmiert. Er ist als Dossenheimer Schädel in der medizinisch-archäologischen Literatur bekannt und befindet sich im Kurpfälzischen Museum Heidelberg, ein Abguss ist im Dossenheimer Heimatmuseum zu besichtigen.[2]

Ein Reihengräberfriedhof aus der Merowingerzeit wurde 1954 beim Ausheben von Baugruben im Gewann Breiter Wingert gefunden.

Die erste historische Erwähnung Dossenheims findet sich 766 im Lorscher Codex.

Bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts prägte der Abbau von Porphyr in zwei (mittlerweile stillgelegten) Steinbrüchen die Gemeinde als Steinbrecherdorf. Eine Bronzestatue vor dem Rathaus erinnert noch heute daran.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Einrichtungen

Schulen

Geschichte

In Baden gab es nach der Reformation bis 1876 nur Konfessionsschulen. Als Folge des Bergsträßer Rezeß von 1650 gab es in Dossenheim eine katholische und eine reformierte Schule. Für die evangelische Schule wurde von 1818 bis 1836 das Erdgeschoss des evangelischen Pfarrhauses als Schulhaus genutzt. Da der Neubau von 1836 schon 1839 zu klein war, wurde 1856 vom zuständigen Ministerium der Bau einer neuen Schule genehmigt, der in der Pfarrgasse 9 errichtet wurde. Nachdem Dossenheim durch den Betrieb der Steinbrüche wohlhabender geworden war, konnte 1892 ein großes Schulgebäude in der Wilhelmstraße 48 gebaut werden, das nach und nach bis 1957 erweitert und modernisiert wurde. In dem Gebäude befanden sich auch die Wohnungen für die Lehrer. Die Kultusverwaltung legt jedoch fest, dass in Schulgebäuden keine Wohnungen für Lehrer sein durften, weshalb die Gemeinde, die damals noch verpflichtet war, den Lehrern Wohnungen zur Verfügung zu stellen, ein Lehrerwohnhaus im Alemannenweg 1 errichte. Bei den Bauarbeiten wurde das Grab mit dem Dossenheimer Schädel entdeckt.

Als sich die Gemeinde Dossenheim über die Bundesstraße hinaus nach Westen erweitert hatte, wurde in der Jahnstraße ein neues Schulhaus gebaut, zeitgleich mit der daneben liegenden Turnhalle (als Mehrzweckhalle) und dem Hallenbad.

Das alte Schulhaus in der Wilhelmstraße diente seitdem als reine Grundschule und erhielt den Namen Neubergschule. Die neue Schule in der Jahnstraße heißt Kurpfalzschule und umfasst eine Grundschule sowie eine Hauptschule.

Weitere Bildungseinrichtungen

Einzelnachweise

  1. Willi Wölfing, Zur Geschichte Dossenheims, in Dossenheim. Eine traditionsreiche Bergstraßengemeinde im Wandel ihrer Geschichte, Heimatverein Dossenheim (Hrsg.), Dossenheim 2004, S. 18 - 48, ISBN 3-00-015309-8
  2. Wölfing/Cser in Dossenheim 2004, Seite 21

Weblinks


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